Letztes Jahr kursierte der Linden-Schnitt auf ganz vielen Blogs. Und ich konnte seine Faszination einfach nicht nachvollziehen, hatte ich da schließlich gerade das Bethioua-Shirt rauf und runter genäht. Dieses Jahr bin ich dann doch gepackt worden, denn das ist einfach ein schlichter Raglan-Schnitt. Punkt. Und ich auf der Suche nach Oberteilen, die jeden Tag funktionieren, sei es Arbeit oder privat.
Der gemusterte Stoff ist auch vom Stoffmarkt und kein normaler, dünner Jersey sondern eher wie Sweat. Und davon hätte ich gerne eine größere Motiv- und Farbauswahl gehabt. Aber umso glücklicher bin ich, dass ich davon jedes Fitzelchen verarbeiten konnte. Was ihr hier seht, ist das letzte Fitzelchen, denn hier ist wirklich nur das Vorderteil farbig. Arme und Rücken sind normaler schwarzer Jersey.
Zum Schnitt gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Beim nächsten Mal werde ich nur ca. 5cm verlängern, denn die fehlen mir ein wenig. Aber ein schwarzes Oberteil habe ich da eh immer drunter an, von daher ist es in jedem Fall tragbar!

Das war also Teil 2 meiner Oberteil-Beschaffungs-Maßnahme. Teil 3 kommt dann wohl nächste Woche 😉

Die Hose ist immer noch meine Girlfriend-Jeans, die ich einfach so wahnsinnig gerne trage und deshalb hier auch so oft gezeigt wird…

Viele Grüße,

Marina

Link: RUMS
Schnitt: Linden
Stoff: gemustert Stoffmarkt, schwarz Buttinette
Vor einiger Zeit stand ich vor einer Frage: Ich möchte helfen, nur wie kann ich das tun? Ich habe schon Sew A Smile-Bags genäht, habe meinen Kleiderschrank ausgemistet und nun? An diesem Punkt bekam ich eine E-Mail von Annika. Sie wäre gerade am Münchner Bahnhof an all den neu angekommenen Flüchtlingen vorbeigelaufen und hat uns vorgeschlagen, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, um helfen zu können. Was nun daraus geworden ist, das hätte sich wohl auch Annika zu Beginn nicht vorstellen können. Aber sie hat wohl bei uns allen einen Nerv getroffen. Von was ich hier eigentlich rede? Von Nähblogger-für-Flüchtlinge.de . Eine Seite, die von 30 Bloggerinnen ins Leben gerufen wurde und auf der ab dem 23. November 2015 Versteigerungen stattfinden. Versteigerungen, deren Erlös zu 100 % an Blogger für Flüchtlinge auf betterplace.org gespendet werden, einer Organisation, die sich schon vor uns formiert hat und bereits zahlreiche Projekte unterstützt hat. Was ihr da ersteigern könnt? Ganz viele, mit viel Liebe und Sorgfalt hergestellte Dinge, wie sie teilweise unterschiedlicher nicht sein könnte. Klamotten für Babys, Kleider für Mädchen, Taschen, Mützen, ach schaut einfach auf der Seite vorbei! Aber alle eint eines: Sie wurden von Nähbloggerinnen genäht. Und viele davon verkaufen ihre genähten Dinge auch nicht, also eine einmalige Gelegenheit ein Stück zum Beispiel aus Maarikas, Annikas, Elkes oder Jennies Händen zu bekommen. Oder aus meinen 😉

Was ich gemacht habe? Hüllen für eure Schnittmuster-Ordner! Dass man sich nicht dazu aufraffen kann, seine Schnittmusterordner schick zu machen mit Hüllen aus Stoff, das habe ich mal auf Instagram mitbekommen. Darum dachte ich mir, ich mache was, was man sich selber vielleicht nicht näht. Und das nur von eurer Ordnergröße abhängt, also nicht von einer Kleidergröße 😉 Und was in eure Schnittmusterordner reinkommt, das könnt ihr bestimmen. Deshalb habe ich die folgenden „Bezeichnungen“ noch nicht draufgemacht 😉

 
Farblich habe ich jetzt auch nicht ins volle gegriffen: Schwarz und Weiß. Und ich werde mich sehr schwer davon trennen können, obwohl ich die Hüllen nur aus dem Grund genäht habe… Aber das ist doch das beste Zeichen, oder?
Also schreibt euch den 23.11. in den Kalender (ist ja schon morgen!) und bietet mit! Wenn ihr keine Ordnerhüllen braucht findet ihr eventuell auch schon ein einmaliges Weihnachtsgeschenk?
Viele Grüße,
Marina
Das Leben besteht ja nicht nur aus Blazer und Jeanshosen wenn wir mal ganz ehrlich sind. Und da bin ich auch ganz froh drum! Denn ich möchte nicht tagtäglich im Blazer rumlaufen und auch Jeanshosen hat man irgendwann genug (redet man sich jedenfalls ein). Und auch nicht jedes Nähprojekt kann sich über zwei Wochen hinziehen, da hätte ich euch ja dann gar nichts mehr zum zeigen.
Und außerdem war ich das erste Mal auf dem Stoffmarkt. Alleine hätte ich mich da eh nicht hingetraut, beziehungsweise noch nicht mal gewusst, dass Stoffmarkt ist. Aber Annika hat mir geschrieben und mich gefragt und nachdem der erste Kälteschock nach dem Urlaub überwunden war, habe ich zugesagt. Ich habe mich also auf den Weg gemacht, warm eingepackt, mit zwei unterschiedlichen Größen von Taschen im Gepäck, für jede Art von Kauf ausgerüstet. Innerlich habe ich mich auch gewappnet. Schlimm war es dann im Übrigen nicht, auch wenn mir die vielen Menschen schon manchmal davon abgehalten haben, an einem Stand noch länger zu schauen. Beim ersten Stoffmarkt-Besuch habe ich mir auch ein finanzielles Limit gesetzt und dieses auch dadurch eingehalten, dass ich einfach nicht mehr Geld im Geldbeutel hatte. Für einige tolle Stoffe hat es aber natürlich gelangt und ihr seht von der Ausbeute heute einen Coupon-Stoff. In der nächsten Woche gibt es auch noch einen Zweiten zu sehen! Was ich daraus nähe, wusste ich auch schnell: Ein Oberteil! Denn davon habe ich gar nicht so viele und schließlich kann es jetzt durchaus mal kalt sein 😉

Letztens habe ich euch schon um Hilfe gebeten: Schnittmuster für ein Raglan-Shirt, möglichst mit V-Ausschnitt und Rundhals. Also, ich habe tatsächlich keinen Schnitt gefunden, der alles vereint hat. Ich habe dann kurzerhand den Entschluss gefasst, nach einem Schnitt Ausschau zu halten, der vielseitig ist, aber noch wichtiger: Schön fällt! Denn ich mag zu enge Shirts nicht, jedoch dürfen sie auch auf keinen Fall zu weit sein. Und dann hat mich Annika auf das Union St. Tee aufmerksam gemacht. Und ehrlich gesagt kann ich den V-Ausschnitt auch auf einen Raglan-Schnitt übertragen. Und im nachhinein fallen mir noch zig andere Schnitte ein, die ich schon hatte und nur ein wenig umarbeiten hätte müssen. Ganz ehrlich: So typisch für mich! Also an mir kein Beispiel nehmen, sondern mit Sinn und Verstand eure Schnitte durchgehen und wenn zwei Schnitte das haben, was ihr gerne in einem gemeinsam hättet, dann kombiniert!
Aber um auf meinen gewählten Schnitt zurückzukommen: Ein Jersey-Shirt lässt sich halt einfach flott nähen. Da ist in einer Stunde alles fertig, sogar die Overlookfäden vernäht. Und sowas braucht man auch immer mal wieder zum nähen und ehrlich gesagt auch im Kleiderschrank. Annika hatte damals bei Ihrer Schnittvorstellung schon angedeutet, dass die Art des V-Ausschnitt-Annähens ziemlich kompliziert gelöst ist. Da muss ich ihr auch voll und ganz Recht geben! Ich bin ehrlich: ich bin der Anleitung gefolgt, trotz dieses Hinweises. Aber manchmal ist das für einen einfacher, was für andere komplizierter ist. Und es ist auch nicht gerade immer einfach, eine andere Anleitung rauszusuchen. Aber alle V-Ausschnitte, die ich diesen Sommer genäht habe, waren wirklich einfacher wie dieser. Für mein nächstes Shirt suche ich deshalb die Anleitung für das Strandkleid von Kibadoo raus, da auch aus Jersey. Solltet ihr keinen anderen Schnitt mit dieser Art von Ausschnitt haben, dann ist das auch kein Problem. Die Anleitung erfüllt ja durchaus ihren Sinn. Aber es geht halt auch einfacher.

Im Übrigen habe ich dazu wieder den Rock von letzter Woche an. Also den zum Ravenna-Top. Jetzt wird’s aber wirklich langsam Zeit, dass ich mir aus meinem schwarzen Jersey noch einen weiteren Rock nähe 😉
Aber jetzt war erstmal etwas wichtiger: Und zwar mein Beitrag für die Versteigerung zu Gunsten von Flüchtlingen. Auf dem extra dafür eingerichteten Blog nähblogger-für-flüchtlinge.de gibt es ab dem 23.11.15 wundervolle, mit Liebe genähten Dinge zu ersteigern und der Erlös geht an „Blogger für Flüchtlinge“. Von denen habt ihr vielleich schon gehört, denn sie haben bereits viele Spenden für Flüchtlinge gesammelt und schon viele Projekte unterstützt. Einige der genähten Einzelstücke könnt ihr bereits jetzt auf dem Blog entdecken. Aber hier kommt sicher noch einmal ein eigener Post dazu, was ich jetzt eigentlich zur Versteigerung beitrage, ich wollte euch nur schon vorher darauf aufmerksam machen!
Viele Grüße,
Marina
Link: RUMS
Stoff: Stoffmarkt
Schnitt: Union St. Tee
Was war das für ein Wetter vergangenes Wochenende! Man konnte meinen, es ist September und der Sommer verabschiedet sich gerade erst!
Nachdem ich vergangene Woche ja krank war, ist man mit so tollem Wetter ja erstmal vorsichtig. Schließlich will man nicht sofort wieder krank werden und zieht sich deshalb lieber zuviel wie zu wenig an. Also habe ich das erste Mal das Haus mit Winterjacke, Schal und Mütze verlasssen. Und habe mich gewundert, warum mich die Leute so komisch anschauen.
Bis zum Sonntag hatte ich auch verstanden, dass das halt einfach viel zu warm ist und wie perfekt, wenn man Fotos machen will!
Das Feld gibt es tatsächlich so und in Verbindung mit dem Stoff kommen gleich ein paar Sommergefühle hoch…
Der Stoff ist im Übrigen ein Unikat, also den habe ich von meiner Tante geschenkt bekommen, weil er bei ihr übrig war. Und ich wusste sofort, dass daraus ein Oberteil wird. Und Ravenna war dafür überaus passend.
Nachdem meine erste Variante ja ganz in schwarz war, wollte ich in jedem Fall noch eine bunte Ravenna haben. Schließlich ist schwarz zwar schlicht und elegant und meistens passend, aber ich neige im Winter eh zu oft dazu, nur noch schwarz anzuziehen.
Auch wenn Ravenna natürlich nicht das klassische Winteroberteil ist: Ich habe sie doch öfter an, wie zuerst vermutet. Schließlich ist es in den Häusern schön geheizt und draußen habe ich eh meine Jacker darüber.
Hier habe ich die Bluse im Übrigen mit meinem ersten selbstgenähten Kleidungsstück kombiniert. Erinnert ihr euch noch an den Rock? Das Outfit hatte ich so zur Geburtstagsfeier meiner Oma an. Aber ich habe schon einen Stoff daheim liegen für einen weiteren Rock in schwarz.
Dieses Mal habe ich mich wieder nicht für die Originalversion des Ravenna Tops entschieden. Ich habe als Variante zum ersten Top dieses Mal nur die Rüschen verwendet und den Reißverschluss weggelassen. Dafür habe ich die beiden Rüschenschnitteile einfach nur in der Mitte zusammengenäht, bevor ich sie gerafft habe.
Und auch die Manschetten habe ich aus Stoffmangel weggelassen. Ich hätte nämlich entweder Rüschen oder Manschetten machen können. Also habe ich die Ärmel auch mit schwarzem Satin-Schrägband gesäumt. Auch die kleineren Rüschenschnittteile, die auch dazugehören, fehlen aus Stoffmangel.
Ich habe im Übrigen meinen Schrägbandvorrat aufgestockt, ich glaube nämlich dass es noch mehr Ravenna’s geben wird 😉
Was sind eure Winterfarben? Oder habt ihr sowas gar nicht? Und ist es auch schwarz?
Viele Grüße,
P.S.: Das Bild muss ich euch auch noch zeigen… Schließlich sind die Schuhe auf keinem einzigen Bild zu sehen, aber ich wollte nur sagen, die waren im Feld dabei 😀
P.P.S:  Ich mag Ravenna wirklich sehr und meine Begeisterung ist nur wegen des wirklich tollen Schnittes so groß. Da hatte niemand einen Einfluß drauf, auch wenn ich den Schnitt kostenfrei erhalten habe. 
 
Stoff: ???
Schnitt: Ravenna Top

Er ist da! Veröffentlicht! Und ich nun also wirklich Bestandteil eines Kataloges. Ein Katalog, der hier schon einmal Thema war: Der „This is Not okay“- Katalog, ein Protest von Nähbloggerinnen gegen die Bekleidungsindustrie, der von Susanne alias mamimade nicht nur initiiert wurde, sondern deren Idee es war und die ihn nun auch erstellt hat. Vielen lieben Dank dafür! Und der gerne von euch allen geteilt werden darf! Ich bin im Übrigen auf Seite 98 zu finden! Wie passend auch zu meinem shoppingfreien Jahr, zu dem ich euch letzten Donnerstag ein Zwischenfazit geschrieben habe und das sehr viele Leute interessiert hat! Also wohl durchaus ein Thema, dass viele beschäftigt.


Und damit ihr (auch Nichtnäher) euch jetzt nicht denken müsst, wie ihr protestieren könnt, beziehungsweise wie man etwas richtig machen kann, will ich heute nicht vom Selbernähen sondern vom Klamottenkaufen sprechen.
In meinem ersten Beitrag zum Katalog hatte ich ja schon kurz mal davon gesprochen, dass es eine Augsburger Firma (wobei sich Firma hier echt falsch anhört) gibt, die Kleidung nicht nur fair, sondern regional produziert. Bei manomama könnt ihr euch nicht nur die Lieferantenkette anschauen, sondern auch die Gesichter hinter den Klamotten sehen. Und Sina Trinkwalder, die nicht nur manomama gegründet hat, sondern auch das Buch „Wunder muss man selbermachen“ geschrieben hat, hat nicht ohne Grund am Wochenende den Deutschen Fairness-Preis bekommen und in der Vergangenheit schon viele andere Auszeichnungen nach Augsburg gebracht hat. Unter anderem gab es auch ein Format auf RTL (nicht sofort abschrecken lassen, das war wirklich gut!) das „Made in Germany“ hieß, in dem deutlich gemacht werden sollte, dass es durchaus möglich ist in Deutschland Klamotten zu produzieren und Menschen einzustellen, die oft aus langer Arbeitslosigkeit kamen, weil der Lebenslauf einen scheinbaren Makel aufweist wie schlechte Noten, keine Ausbildung, das Alter,… 
Und weil ich jetzt nicht nur so leer vor mich hinschreiben will, muss der Mann heute herhalten. Ihm habe ich nämlich keine Jeans genäht, aber auch er brauchte irgendwann eine Neue. Und weil ich das Meiste, was mich bewegt (Nähfehler ausgenommen ;)) mit ihm bespreche, unter anderem natürlich auch den Katalog, die Bedingungen in der Bekleidungsindustrie und deren Alternativen, hat er sich dazu entschlossen, eine manomama- Jeans zu kaufen. In Augsburg gibt es seit diesem Jahr sogar ein kleines Ladengeschäft, in dem wir dann eine Jeanshose mit Hanf-Anteil gekauft hat. Der passende Gürtel dazu durfte auch gleich mit 😉
Da der Mann mir nur ein mündliches Urteil gegeben hat, werde ich versuchen, seine Worte wiederzugeben: Er findet die Hose sehr bequem, durch den Hanfanteil ist sie auch sehr angenehm und „weich“ zu tragen. Direkt nach der Wäsche ist sie relativ eng, das relativiert sich aber beim Tragen und sie wird eher ein wenig zu weit. Aber dank Gürtel ist das kein Problem und bei richtigem Denim ohne Stretch ist das halt so. Die dunkle Jeans-Färbung gefällt ihm sehr gut, auch der Schnitt der Hose passt so. 
Vielleicht sollte ich es so sagen: Inzwischen ist die zweite manomama-Hose in seinen Kleiderschrank eingezogen. Dieses Mal ohne Hanffasern, muss man schließlich auch mal ausprobieren. Da diese Hose aber nur noch mit zu langem Hosenbein im Laden vorrätig war, werden wir von dem tollen Angebot Gebrauch machen, nach der ersten Wäsche die Hose entweder in den Laden oder direkt zu manomama zu bringen, wo sie dann gleich gekürzt wird.
So, jetzt kommt vielleicht gleich ein Einwand: Ja, das funktioniert ja super, habt ja auch einen Laden und gleich die ganze Firma vor Ort. Aber was mach ich? Die Antwort ist so einfach: Natürlich hat manomama auch einen Internetshop mit Versand. Hier können sogar Hosen nach Maß in Auftrag gegeben werden, also wenn euer Maß eventuell kein Standard ist. Und natürlich auch gleich die richtige Länge bestellt werden. Es gibt auch nicht nur Jeans, sondern auch T-Shirts, Pullis, Röcke, Jacken,… Und wenn mein shoppingfreies Jahr rum ist, dann kaufe ich mir das Fashion-Blocker-T-Shirt. Das ist sicher! Den Gürtel glaub ich auch… 
Das ist eine der Firmen, die faire Kleidung herstellen. Fair heißt, dass niemand für unsere Hose, T-Shirt, Pullover ausgenutzt wurde, niemand unter gesundheitlich bedenklichen Umständen arbeiten musste für einen Lohn, der nicht zum Leben reicht. Da gibt es auch noch ein Paar mehr. Wer sich doch gerne noch mehr damit auseinandersetzen will, dem empfehle ich natürlich nicht nur mamimade, sondern auch Ich kauf nix.
Das da oben sind im Übrigen nur unsere eigenen Erfahrungen und obwohl ich alles verlinkt habe, mache ich keine Werbung weil ich irgendwie muss, sondern weil ich es wichtig finde. Soll heißen, ich hab nix dafür bekommen, wir haben den ganz normalen Preis bezahlt und ich habe auch nicht angekündigt, dass ich darüber schreiben werde 😉 Also einfach nur ein Erfahrungsbericht, der euch auch ein wenig Anreiz sein soll!
Aber jetzt habe ich euch lange genug aufgehalten. Auf gehts, Katalog anschauen! (Ich bin auf Seite 98 ;))
Viele Grüße,
Marina

Das Jahr 2015 ist mein Jahr ohne Shoppen – hin und wieder hatte ich das ja bereits angemerkt. Und noch dazu diese Regel, dass in meinem täglichen Outfit mindestens ein Kleidungsstück selbstgenäht sein muss.

Ich wurde gefragt, ob ich meine Erfahrungen mit euch teilen will und euch auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen gewähre. Tatsächlich hatte ich mir überlegt mit diesem Post zu warten, bis das Jahr wirklich vorbei ist und ich euch stolz berichten kann, dass ich es geschafft habe. Andererseits ist der momentane Zeitpunkt perfekt dafür und ihr könnt mir momentan vielleicht auch ein wenig nachfühlen.

Im vergangenen Jahr, also 2014, habe ich meine Stoffvorräte immer mehr aufgestockt, war trotzdem Kleidung shoppen und obwohl ich fast jede Woche Kleidung genäht habe, hat sich das doppelte Einkaufen nicht nur im Geldbeutel, sondern auch in meinem Stofflager und Schrank bemerkbar gemacht. Auch die Qualität der Kaufklamotten, die Farbauswahl und auch die Passform vielen mir immer mehr negativ auf. Das auch Stoffkaufverbote bei mir nicht wirklich funktionieren, dass hatte ich inzwischen auch herausgefunden. Also überlegte ich mir: Wenn du mit den Kaufklamotten eh nicht mehr zufrieden bist und einen Stoffvorrat für die nächsten drei Jahre hast, warum nähst du nicht einfach selber? Und Klamottenläden lässt du einfach für ein Jahr links liegen.

Erstmal ändert sich natürlich nichts. Wenn ich etwas auf anderen Blogs oder auch in Läden sehe, dass mir gefällt, dann überlege ich mir, wie ich das für mich umsetzen will. Habe ich dazu einen ähnlichen Schnitt, oder gibt es da einen passenden dazu? Welcher Stoff soll es werden?
Aber in einem Jahr, in dem nur das getragen werden kann, was eh im Kleiderschrank ist und was selbst genäht wird, fallen einem bald Lücken auf. Und es bleibt nun mal nichts anderes übrig, als das selber herzustellen. Sei es Hosen, T-Shirts, Uni-Shirts oder auch so etwas ausgefallenes wie einen Blazer.
Andererseits kommt es auch zu keinen Spontankäufen (Stoff mal ausgenommen). Dadurch, dass ich an jedem Kleidungsstück einige Zeit sitze, muss es mir das auch wert sein. Also ist sowohl der Schnitt, als auch der Stoff gut überlegt.
Und natürlich entsteht mit der Zeit eine Liste mit Dingen die ich brauche, an denen aber das Herz vielleicht nicht so hängt. Also so Basic-Sachen, die man halt doch hin und wieder benötigt. Oder warme Klamotten oder eben auch „kurze“.

Am Anfang einer Saison oder Jahreszeit näht man natürlich die vernünftigen Sachen. Erst zum Ende habe ich mir meist die aufwendigen Sachen rausgesucht. Das ist einerseits total geschickt, andererseits birgt es eine Gefahr: Am Ende des Sommers noch etwas aufwändigeres für den Sommer zu nähen, das macht man eigentlich für das kommende Jahr. Und wenn es dann kalt wird, ist erst einmal zu wenig Warmes im Schrank. Also müsste man auf die Schnelle 5-6 warme Klamotten nähen. Aber hier hat bei mir dann noch nicht einmal die Schnitt-, geschweige denn die Stoffauswahl begonnen. Es zieht sich also alles, bis ich überhaupt anfange zu nähe. Und so lange ist man dann relativ unzufrieden und man friert! Momentan hätte ich gerne Strickpullover. Lieber genäht als gestrickt, aber Stoffe sind mir hier noch keine richtig tollen über den Weg gelaufen. Vermutlich dann gegen Ende des Winters…
Natürlich kann man hier mit einer besseren Voraussicht und Planung entgegenwirken. Aber ehrlich gesagt ist das nicht meine Art beim Nähen 😉 Und wenn ich noch keine Lust auf die andere Saison habe, dann will ich mich auch nicht damit beschäftigen müssen.

Und natürlich die Zeit… Bis ein aufwändiges Projekt fertig ist, kann schon mal eine ganze Zeit vergehen. Nicht nur das Nähen, sondern auch die Planung ist zeitintensiv.

Noch ein kleiner Zusatz zum obenstehenden Text: Natürlich habe ich noch Sachen vom letzten Winter im Schrank. Aber ich habe auch ordentlich ausgemistet, was ich wenig oder gar nicht an hatte. Und wenn ich tolle Modelle und Klamotten sehe, dann will ich auch das auch irgendwann haben, ich bin ganz ehrlich. Und ich fühle mich auch oft im nächsten Winter in meinem Lieblingspulli nicht mehr so wohl wie im Winter zuvor… Der Geschmack, Körper und auch die Accessoires verändern sich in einem 3/4-Jahr.

Kennt ihr das? Euch fehlt eine schwarze Hose, eine schicke Bluse oder einfach nur ein schöner, warmer Pulli. Also macht ihr euch auf den Weg zum shoppen und findet alles, außer die schwarze Hose, die schicke Bluse oder einen schönen, warmen Pulli. Weil die schwarze Hose vielleicht einen Bund hatte, der gezwickt hat, die Bluse die falsche Farbe und der Pulli zwar warm, aber nicht wirklich schön war. Oder gar gekratzt hat.
Ihr wisst, worauf ich hinauswill? Ich will eine schwarze Hose. Ich suche nach dem passenden Schnitt, am einfachsten geht das natürlich, wenn ich schon ein paar Hosen genäht habe. Ich suche nach schwarzen Hosenstoffen und sobald ich diesen habe, kann ich mich daran setzen, die Hose zu nähen. Mit all den Details die mir wichtig sind: Nieten, Garnfarbe, Innenstoff, Schnittvarianten, Bundhöhe… Das gleiche gilt analog auch für Blusen und Pullis, ist ja klar. Ich bekomme also am Ende wirklich das, was ich will. Natürlich ist beim Kaufen vom schwarzen Hosenstoff noch der ein oder andere Stoff mit ins Körbchen gewandert. Aber es funktioniert auch andersrum: Ein toller Stoff bietet Inspiration für ein Kleidungsstück. Oder liegt erstmal im Schrank, kann auch passieren.

Ich bin ganz ehrlich: Vor dem Nähen und auch am Anfang des Nähens war ich auch immer begeistert, wenn ich ein günstiges T-Shirt gekauft habe. Natürlich liegt das auch immer an der Größe des Geldbeutels, sinnlos geshoppt, also Schrankhüter gekauft, habe ich wirklich selten. Und auch mein Kleiderschrank ist nicht überdimensional.
Während man näht und gerade wenn man alles selbermacht und viel liest über Kleidung, nicht nur auf anderen Blogs, aber auch, wird man immer wieder damit konfrontiert, wie unsere Kleidung entsteht. Wie Menschen für ganz, ganz wenig Geld nähen, während die Gesundheit der Näherinnen und Näher durch die langen Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und Gifte aus der Kleidung gefährdet ist oder beeinträchtigt. Und wie lange man tatsächlich an einer Jeans, einem T-Shirt usw. sitzt. Wie kann da logischerweise ein Shirt nur 5 € kosten? Nicht nur der Stoff kann da günstig sein.
Deshalb habe ich dieses Jahr auch beim Online-Katalog „This is not okay“ mitgemacht, der im Übrigen nächste Woche erscheint! Aber ich werde auch nächste Woche dazu schreiben!

Das Fazit ist in Anführungszeichen, weil das Jahr ja tatsächlich noch nicht vorbei ist. Und ein endgültiges Fazit hebe ich mir bis dahin noch auf. Aber ein paar meiner Gedanken werden sich wohl nicht wirklich ändern:

Stoffe shoppen sehr viel! Klamotten nicht mehr viel. Ehrlich gesagt will ich die meisten Klamottenläden gar nicht mehr betreten, denn die Preise, Stoffqualität und auch die Auswahl ängstigt mich. Zwischendurch mache ich es trotz allem. Denn die Inspiration gibt es natürlich trotzdem! Und ich glaube auch, mein Shopping-Verhalten wird sich kommendes Jahr nicht groß verändern. Vielleicht kaufe ich dann wieder unbedarfter Socken ein (die habe ich bisher noch nicht gekauft, obwohl ich sie eigentlich brauche, weil ich Bedenken hatte, meine eigenen Regel damit zu brechen… Sagt nichts!) und auch bestimmte Kleidung wird wieder gekauft. Zum Beispiel Strickpullis 😉 Und auf jeden Fall das Fashion-Blocker-Shirt von manomama.

Und wie das funktioniert! Die große Angst, das man es den Klamotten oder auch der Verarbeitung immer sofort ansieht, dass es selbstgenäht ist, hat sich überhaupt nicht bewahrheitet. Und wie ich schon mal erwähnt hatte: Mir ist auch keine Kleidung vom Körper gefallen, weil die Nähte sich gelöst haben. Im Gegenteil: Eigentlich ernte ich immer wieder Bewunderung für meine Fortschritte (wobei ich das auch immer komisch finde – wie sahen die Sachen denn vorher aus?), für die Kleidung als solche und auch für den Mut, bestimmte Dinge anzugehen. Und nein, ich fische hier nicht nach Komplimenten, sondern wenn ich gefragt werde, ob ich das auch selbergenäht habe und ehrlich antworte, dann ist es mir oft schon unangenehm, wenn ich Komplimente bekomme…

Lange, lange Zeit habe ich mich nicht mehr so wohlgefühlt in meinen Klamotten, mit meinem Kleiderschrank und auch mit meinem Auftreten. Wirklich. Schnitte, die mir stehen, schmeicheln vielleicht sogar, Farben die zu mir passen, Details, all das macht mich und meinen Kleiderschrank glücklich. Ich muss keine Kompromisse mehr eingehen. Eventuell kann man das auch auf den Bildern hier auf dem Blog sehen: Ich fühle mich zu 99% in meinen selbstgenähten Sachen wohl. Der eine Prozent sind die Sachen, die vielleicht nicht mit dem idealen Stoff genäht wurden, oder beim nächsten Teil einfach der Schnitt noch ein wenig angepasst werden muss.

Ja, unter gewissen Voraussetzungen sogar sofort: Euer Kleiderschrank ist nicht komplett leer. Denn mit leerem Kleiderschrank fällt es am Anfang echt schwer, der „FastFashion“ zu widerstehen. Und ein wenig Zeit und auch Passion solltet ihr auch mitbringen, auch gerade am Anfang. Denn da braucht es noch ein wenig länger, bis all die Planungen und Gedanken zu dem Thema in Klamotten umgesetzt werden. Denn nach einiger Zeit stellt man sich bestimmte Fragen einfach nicht mehr. Und eine Jeans oder Hose fängt man einfach an zu nähen, ohne sich weitere Gedanken darüber zu machen.

Viele Grüße,

Marina

Link: RUMS (mach ich ja für mich ;))
Angstgegner gibt es beim Nähen ja viele: Entweder sind es die Schnittmarken, die einen abschrecken, also Burda. Oder es ist tatsächlich das zu verarbeitende Material oder wie umfangreich ein Projekt ist, wie bei Jeans, Abendkleidern oder einem Blazer. Burda zählt tatsächlich immer noch zu einem meiner Angstgegner, das hatte ich ja auch schon mal kurz erwähnt. Jeans mache ich inzwischen sehr gerne und kann jeden immer nur dazu animieren, sich daran auch mal auszuprobieren. Abendkleid habe ich dieses Jahr auch eines gemacht, das brauch ich jetzt aber auch nicht sooo schnell wieder. Blazer… Ja, das ist dann wohl mein Schreckensgegner. Oder war… Denn wie beim Jeans nähen ist es ein aufwändiges Projekt, das nicht in zwei Stunden fertig ist. Dafür hat man dann aber auch wirklich was davon! Und einmal angefangen und Schritt für Schritt vorgegangen hält man am Ende tatsächlich einen Blazer in Händen.
Doch so ganz spontan kam die Entscheidung nicht zum Blazer nähen. Steffi von Sea Of Teal, also meine persönliche Burda-Queen, hat vor einiger Zeit einen coolen Schnitt mit einem wirklich tollen, außergewöhnlichen Stoff vorgestellt. Den Stoff musste ich sofort haben und auch beim Schnitt habe ich gleich überlegt. Doch leider hat dieser eine Nummer zu früh aufgehört und wäre mir damit zu klein gewesen. Also habe ich immer die Nähzeitschriften, Blogs und Pinterest nach tollen Blazer-Schnitten durchsucht, denn das es ein Blazer werden soll war mir klar. Tatsächlich hatte ich mir schon einen anderen Schnitt gekauft, nur um dann doch den Versuch mit Burda zu wagen. Denn kein Schnitt hat mir so gut gefallen, wie der, den Steffi vorgestellt hatte. Muss ja nur eine Nummer größer gradieren und dann meinen ersten Blazer mit Burda nähen, dass krieg ich schon hin. Aber lernen kann man nur mit gnadenloser Selbstüberschätzung 😉
Ihr seht das Endergebnis: Kleine Mängel sind auf jeden Fall zu finden, ich hoffe jedoch nicht auf den ersten Blick. Burda und ich haben uns meistens sogar recht gut verstanden und ich habe ja, wie Steffi auch, viel weggelassen, was vielleicht zu Unstimmigkeiten geführt hätte, aber auch zum auffälligen Stoff nicht gepasst hätte. Mein Stoff hat gerade so gelangt, die Belege des Kragens sind leider nicht genau passend im Muster. Das war aber nicht mehr drin, die Belege waren dann das kleinstes Übel, wie ich finde. Ich habe die empfohlene Nahtzugabe von 1,5cm das erste Mal komplett angezeichnet, ansonsten mache ich das nämlich nach Gefühl. Dass man diese 1,5cm auch beim Nähen ganz genau beachten sollte, habe ich bei der ersten Anprobe festgestellt. Zum Glück bevor die Ärmel eingesetzt waren. Also habe ich alles nochmal genau abgenäht und dann war das schon deutlich besser! Bügeleinlagen habe ich auch verwendet und zwar in diesen Bereichen: Rücken oben und Vorderteil oben, so wie am Kragen entlang nach unten. Hier habe ich eine Gewebeeinlage verwendet, die noch von meiner Dolores da war. Im Übrigen: Für Klamotten werde ich nur noch Gewebeeinlage verwenden! Für Taschen ist das andere Zeug ja in Ordnung aber Gewebeeinlage ist da schon was Anderes! Ein Futter braucht so ein Blazer ja auch noch… Hab ich ja schon x-Mal gemacht und kann ich aus dem FF – Nicht. Also auch hier die Premiere für mich. Und das es nicht zu einfach wird, habe ich mal alle Angaben und Schnitteile zum Futter missachtet und mir gedacht: Teilfutter kann jeder, ich mach ein Komplettes. Kann ja nicht so schwer sein, ist ja die Jacke einfach nur auf andersrum. Ja genau. So ähnlich jedenfalls. Irgendwie hat aber sogar das funktioniert. Und schlussendlich habe ich dann den Saum, den Ärmelsaum und auch die Belege mit der Hand hochgenäht beziehungsweise festgenäht. Ja und jetzt fehlen nur noch Knöpfe. Ganz entschieden habe ich mich ja noch nicht, aber magnetische Knöpfe die man nicht sieht würden mir sehr gut gefallen. Ob das überhaupt geht und funktioniert weiß ich noch nicht.

Sollte mein obenstehender Bericht nun Angst und Schrecken verbreiten: Keine Angst! Nähen ist Nähen. Ob jetzt Jersey, Webware, ob Anfänger-Ebook oder Burda-Schnitt. Mit jeder Naht kommt man dem Ziel näher und es nimmt eine Gestalt an. Und mit jeder Naht und jedem neuen Projekt lernt man dazu und Techniken, die beim vergangenen Mal noch große Probleme bereitet haben, sind dann schon viel einfacher zu lösen. Und wenn ihr vom vielen Jersey-Nähen gelangweilt seid, dann ist es vielleicht Zeit, neue Dinge anzugehen!
Solltet ihr euch noch Fragen, wie ich den Schnitt nun größer gradiert habe: Nein, ich kann nicht seit neuestem Schnitte gradieren. Bei Mehrgrößenschnitten ist aber immer ersichtlich, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Größen sind, wo Schnittlinien sich überkreuzen, etc. Ich habe diese Unterschiede also im Schnitt eingezeichnet als eine Nummer größer. Interessiert euch das mal näher, wie ich das mache? Ich habe zwar keine Ahnung, ob das genau so richtig ist, bei mir hat es aber in der Vergangenheit gut funktioniert.
Und nun noch eine Frage an euch zum Schluss: Ich will gerne ein paar Pullover haben, gerne auch aus Strick. Ihr wisst, es funktioniert nur selbernähen, schließlich darf nichts gekauft werden. Nun bin ich auf der Suche nach einem schlichten Schnitt, gerne mit Raglan-Ärmeln, einer schönen Paßform, die nicht zu eng und nicht zu weit ist und nach Möglichkeit auch noch zwei Ausschnittvarianten bietet, also Rundhals und V-Ausschnitt. Wisst ihr da einen Schnitt? Ich habe ja schon mehrere zur Auswahl, aber der, der alle Punkte erfüllen würde ist da leider nicht dabei. Oder was ist euer Lieblingspullover-Schnitt? Letztes Jahr war es ja bei mir Bethioua und Else, dieses Jahr möchte ich da aber gerne noch eine Variation dazu habe.
Viele Grüße,
Marina

P.S.: Wer den Fotografen sehen will, beziehungsweise was er für Verrenkungen für diese Bilder gemacht hat, der darf gerne mal auf Instagram vorbeischauen 😉 Danke Bruder!

Link: RUMS
Stoff: Buttinette (aber wohl ausverkauft)
Es gibt Schnittmuster en masse. Und doch fallen uns immer wieder Schnitte ins Auge, die man so noch nie gesehen hat. Details, die es zu etwas Besonderem machen. Vielleicht auch Details, auf die man selber nie gekommen wäre oder im ersten Moment nicht weiß, wie man es umsetzen soll.
Spezielle Rückenausschnitte zählen für mich dazu. Vorne ein ganz schlichtes Shirt aber von hinten woho! Dazu zählt das Ravenna Top. Mit Rückenausschnitt, High-Low-Bund und Rüschchen hinten. Das Ravenna Top aus dem Ebook in schwarz-weiß hätte ich im Übrigen gern genau so. Leider habe ich bisher noch nicht die passenden Stoffe dafür gefunden. Das soll aber kein Problem sein, mach ich halt erstmal eine schlichte schwarze Variante.
Den Stoff hatte ich noch für eine FrauIda gekauft, aber kurzärmlig ist jetzt leider vorbei… Also perfekt für Ravenna. Der Reißverschluss wartet auch schon länger auf seinen großen Auftritt. Et voilá, fertig ist Ravenna!

Eigentlich ja zu schade, um jetzt unter einer Jacke zu verschwinden, aber an den sonnigen Tagen im Herbst perfekt!

Natürlich seht ihr jetzt ein paar mehr Bilder von der Rückenansicht, aber das muss einfach sein. Der Ausschnitt ist im Übrigen komplett mit Satinschrägband gesäumt. Was für ein toller Abschluss! Das erste Mal, das ich Schrägband nach seiner wirklichen Verwendungsweise verwendet habe und zufrieden bin!
Auch der Reißverschluss gefällt mir richtig gut! Zum einen ist es toll erklärt, zum anderen ist er mir auch gut gelungen! Also super funktional, auch wenn er an diesem Ausschnitt natürlich keine Funktion erfüllen muss…

Ravenna Top gibt es im Übrigen seit dieser Woche als deutsche Übersetzung. Annika hat nämlich dieses Mal auch Damenschnitte vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Und alle sind Besonders und auf dem deutschen Ebook-Markt so nicht zu bekommen. Das wird auf jeden Fall nicht das letzte Ravenna bleiben 😉 Kinderschnitte gibt es aber auch wieder und zum Start auch spezielle Angebote… Mehr bei Annika…. Hier könnt ihr aber noch die Chance auf einen der Näh-Connection-Schnitte nutzen. Ich darf nämlich einen für euch verlosen! Also, macht gerne mit und viel Glück!

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Viele liebe Grüße,Marina

Link: RUMS

P.S.: Ich mag Ravenna wirklich sehr und meine Begeisterung ist nur wegen des wirklich tollen Schnittes so groß. Da hatte niemand einen Einfluß drauf, auch wenn ich den Schnitt kostenfrei erhalten habe.

Ihr kennt den Liebster Award? Tja, ich wurde gleich zweimal nominiert. Und das eine Mal ist schon so lange her…. Es tut mir leid Dörthe! Ach ja, ich muss ja diese Regeln noch  nennen und befolgen 😉 Also liebe Dörthe und liebe Miriam lieben Dank für die Nominierung! Ich habe mich sehr gefreut, das ich von euch nominiert wurde! Das sind im Übrigen zwei sehr sehenswerte Blogs! Dörthe macht vor keinem DIY halt und gestaltet auch mal schnell eine Küche in ein Marmorexemplar um. Und Miriam schreibt nicht nur tolle Posts und tolle Beiträge über Augsburg, sondern kann auch so toll zeichnen! Also schaut da unbedingt mal vorbei!

Ich werde aber niemanden mehr nominieren und die Liste nicht fortsetzen… Ich hoffe, das ist nicht schlimm, aber alle Blogs, die ich regelmäßig lesen hatten den Award wohl schon.

So, ich fange jetzt einfach mal mit Dörthes Fragen an:

1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Weil ich meine Umwelt nicht mehr nerven wollte, was ich wieder tolles genäht habe 😀 Das mache ich jetzt nämlich auf dem Blog und nerve euch damit… Also das war natürlich wirklich einer der Punkte, anderseits wollte ich mich aber auch über Schnitte mit euch austauschen, zeigen was ich daraus gemacht habe und vielleicht eure Anregungen umsetzen oder euch eine Anregung sein? Und auf diese ganze technische Komponente hatte ich auch ganz viel Lust, obwohl ich vorher noch null Wissen hatte. Das hat sich zwischenzeitlich auch noch nicht so wirklich geändert, aber ich finde meine Seite momentan auch ganz schick so 😉

2. Zu welchem Thema bloggst du am liebsten?

Hm, lass mal überlegen… Achso, ich blogge ja meist nur übers Nähen! Weil das mein Lieblingsthema ist!


3. Was inspiriert dich?

Das hat sich verändert: Früher waren es sehr oft andere Blogs, Schnittmusterersteller,… Heute sind es sehr oft Modekataloge, bzw. „ganze“ Outfits. Ich suche heute oft nach Stoffen, Schnitten etc. nach einem bestimmten Vorbild, weil ich das ähnlich gesehen habe, aber so und so umsetzen will, bzw. weil mir der Look grundsätzlich gefällt, aber vielleicht verwendete Farben nicht,…

4. Was zeichnet dich als Person aus?

Wow, was für eine schwere Frage! Können da bitte meine Familie und Freunde befragt werden?

5. Welche Zeitschriften liest du?

The one and only Flow! Das ist wie ein Fest, wenn die aktuelle Ausgabe ins Haus flattert. Bei Nähzeitschriften habe ich La Maison Victor für mich entdeckt (aber leider kein Abo), Burda Style lese ich tatsächlich auch, auch wenn es bisher wenig genähtes daraus gibt. Dann digital noch das Seamwork-Mag, das ich ja hier schon einmal kurz erwähnt hatte. 

6. Was ist dein Lieblingsgericht?

Wenn ihr meinen Mann fragt: Gnochi mit Butter und Käse. Das gibt’s nämlich so ziemlich immer, wenn er nicht daheim ist. Er mags nämlich nicht 😉 Ansonsten mag ich Mehlspeisen total gern (aber die tauchen wohl auch nur hier auf, weils die so selten gibt). Grundsätzlich könnte ich auch andersrum anfangen, was ich nicht will. Wären wir schneller fertig 😀

7. Wie machst du deine Fotos? Bearbeitest du sie nach?

Angefangen hat alles irgendwann mit der normalen kleinen Digitalkamera. Bis ich festgestellt habe, das da mein Handy noch bessere Fotos machen kann. Seit einem Jahr nun mit einer Canon EOS M, nicht mehr so oft mit Selbstauslöser und Stativ, sondern mit lieben Freiwilligen, die auf den Auslöser drücken. Auch seit ca. einem Jahr werden die Bilder immer nachbearbeitet, seither habe ich nämlich Adobe Lightroom. Die ganzen kostenlosen Varianten waren mir nämlich immer zu aufwendig, zu zeitfressend und das Ergebnis auch nicht so überzeugend.

8. Was sagen deine Freunde und deine Familie zu deinem Blog?

Gar nicht soo viel. Nur wenn ich sie darauf aufmerksam mache, dass sie vielleicht heute auf dem Blog sind oder so, dann heißts meistens doch nur: Hab ich schon gesehen… Wo ich doch immer nicht damit rechne, dass die hier mitlesen 😉

9. Gefallen dir noch alle deine älteren Blogposts?

Letztens habe ich tatsächlich mal in meinen alten Posts gestöbert und war teilweise echt überrascht, mit wie wenig Aufwand ich früher doch zu tollen Ergebnissen kam! Also ja… Schließlich ist das ja durchaus legitim, dass man sich im Laufe der Zeit verbessert, oder?


10. Was sind deine Lieblingsläden oder Onlineshops?

Stoffläden im allgemeinen und besonderen 😉 Ich glaube das weiß jeder Leser, der hier regelmäßig vorbeischaut: Buttinette, Stoff und Stil, Alles für Selbermacher,…. 

11. Was ist dein Traumreiseziel?

Da kann ich mich nicht für eins entscheiden 😀

Und nun kommen wir zur zweiten Nominierung. Miriam von auxkvisit hat mir auch 11 Fragen gestellt. Und los gehts…

1. Was gibt es auf dieser Welt (noch) nicht, das es Deiner Meinung nach auf jeden Fall geben sollte? 

Da gibt es so vieles… Aber ich halte es da so wie Sandra Bullock: Den Weltfrieden!

2. Welche Eigenschaft hast Du so gar nicht?

Ich kann nicht zeichnen…

3. Welche Eigenschaft hättest Du lieber?

Ich würde gerne zeichnen können 😉 

4. Wenn Dein Leben verfilmt würde: Wer würde Dich spielen?

Dafür bräuchte ich jetzt wohl eine Lieblingsschauspielerin… Hab ich aber nicht. Und noch nicht mal eine, die mir wahnsinnig ähnlich schaut. Wobei mir schon mal gewisse Ähnlichkeiten zu Barbara Schöneberger nachgesagt wurden. Kann ich jetzt aber auch nicht so bestätigten. Vielleicht spiel ich mich doch besser selber? Ich habe auch noch ziemlich viel Ähnlichkeit zu mir 😉

5. Schwimmbad oder See?

See! See! See! See! Nochmal? See!

Ein von @metterlink gepostetes Foto am


6. Deine phantastischste Neuentdeckung 2015 (Musik, Buch, Film, Ort, Mensch, …)

Ich habe den Hofgarten in Augsburg für meine Mittagspausen entdeckt. Tatsächlich ist es da mittags nicht unbedingt ruhig, aber alle sind wegen dem gleichen da: Eine kleine Pause von der Arbeit, Füße ausstrecken, eine Kleinigkeit essen und entweder ratscht man oder man liest. 

7. Welches Print-Magazin magst Du am liebsten?

Die Frage hat Dörthe mir schon gestellt… Also siehe oben, Frage 5 😉

8. Welche Entschuldigung musst Du gerade dringend loswerden? (Lass den Adressat ruhig weg!) 

Liebe Kleiderkreisel-Empfängerin, ja ich habe gesagt, dass ich das Paket morgen verschicke. Aber ich habe es wieder vergessen. Jetzt ist es morgen von morgen aus gesehen und heute bringe ich es sicher auf die Post! Wirklich!

9. Wann/wie/wo bist Du das erste Mal auf die Idee gekommen, zu bloggen?

Nachdem ich meine ersten drei Klamotten genäht habe. Die fand ich sooo toll, die musste ich unbedingt herzeigen. Soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass zwei dieser Klamotten inzwischen nachgebessert werden mussten? Aber jeder fängt mal klein an 😉

10. Stell Dir vor, die Blogosphäre löst sich plötzlich – warum auch immer – im Nichts auf. Was machst Du?

Erstmal weinen… Und dann lerne ich den Mann wieder kennen, der mich immer beim Blogs lesen oder bloggen stört mit so komischen Sätzen wie „Hast du Hunger?“ „Willst du die ganze Nacht wach bleiben?“ „Können wir noch irgendwas unternehmen, ohne das du Fotos für den Blog machen willst?“,…

11. Wir tippen ja immer nur. Wie sieht eigentlich Deine Handschrift aus? (Beschreiben oder einen beliebigen Satz einscannen) 🙂 

Was für eine fiese Frage… Ich habe versucht, meine Sonntags-Schön-Schrift zu benutzen. Ehrlich gesagt war mein Bestreben immer eine total ordentliche Schrift zu haben. Während der Schulzeiten habe ich ganze Arbeitsblätter nochmal abgeschrieben, weil sie mir nicht gefallen haben, habe diverse Änderungen an meiner „normalen“ Schrift vorgenommen, aber scheinbar entspricht es nicht meinem Naturell… Lange Rede, kurzer Sinn:


Toll oder? Für alle die es nicht erkennen: Ich an der Nähmaschine. Das ist auch eher mein Metier! Auch ohne Linien gerade schreiben ist nicht so meins, wie man sehen kann… Ich hoffe, ihr konntet etwas neues über mich erfahren. Ich würde mich übrigens freuen, wenn ihr euch eure Lieblingsfrage von oben schnappt und die in den Kommentaren beantwortet!

Liebe Grüße,