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Kurz vor unserem Urlaub in Südtirol hatte ich noch einen Nähanfall. Und natürlich sind da viele sommerliche Stücke entstanden, war ja schließlich ein Sommerurlaub. Zeigen will ich sie euch auch noch, ihr könnt sie euch ja als Inspiration fürs kommende Jahr sehen.

Bei meinem Nähanfall entstand noch dieser Maxirock. Wie bei meinem Strandkleid (gleicher Vorgang wie oben beschrieben ;)) habe ich auch diesen Stoff geschenkt bekommen. Ein toller Blütenverlauf, oder? Perfekt für einen Maxi-Rock. Diesen habe ich ohne Schnitt genäht. Im Endeffekt ist es ein Stoffstreifen, der ca. 50cm weiter als die Bundweite ist. Die Höhe habe ich auch entsprechend abgemessen. Den Stoffstreifen zu einem Schlauch vernäht, oben einen Tunnel für den Gummi (4cm Gummi, der Tunnel ist 5cm weit, also um ca. 6cm umgeschlagen).

Den Gummi habe ich durch eine kleine Öffnung im Tunnel eingezogen und den Gummi dann zu einem Ring geschloßen. Die kleine Öffnung vernäht, Saum umgenäht und fertig war der Maxi-Rock!

Ich kann die Falten also verschieben. Ehrlich gesagt bin ich immer noch am überlegen, ob ich das nicht noch verändere… Je nachdem wo diese nämlich liegen, kann das auch unvorteilhaft ausschauen. Ich habe ja jetzt ein wenig Zeit, darüber nachzudenken 😉

Seht ihr das tolle Kräuterhochbeet im Hintergrund? Das will ich jetzt nicht so einfach übergehen 😉 Das hat mein Papa gebaut und meine Mama ist für den Inhalt verantwortlich. Ach und da auf der anderen Seite werde ich von einem Kürbis umgarnt 😉

Tja, das war wohl das letzte sommerliche Outfit… Auch wenn ich das Tee trinken auch sehr genieße, habe ich doch lieber den Sommer.

Und zum anziehen habe ich auch mal wieder nichts für diese Jahreszeit! Weder im Schuhschrank noch im Kleiderschrank…

Viele Grüße,

Marina

Wie, der Sommer soll rum sein? Naja, ich zeigs euch trotzdem 😉 Ich mag das so saisonunabhängig. Meine Schneebilder musstet ihr schließlich auch ziemlich lang ertragen…
Wenn es schön warm ist, dann gibt es für mich nichts schöneres, als schwimmen zu gehen. Zum einen gibt es nach einem stressigen Arbeitstag nichts entspannenderes und zum anderen ist es einem dann nicht mehr so unangenehm heiß. Also daheim in die Badeklamotten schmeißen und drüber ein Strandkleidchen. Nur leider hat keines meiner Strandkleidchen Hosentaschen! Und da ich zum schwimmen nicht meine Handtasche mitnehme, muss ich mein Handy immer in der Hand tragen.

Aber wieso kann ich denn nähen? Dann mache ich mir halt ein Kleidchen mit Taschen! Und hier ist es. Im Übrigen nach meinem eigenen Tutorial genäht (das ich mir auch nochmal anschauen musste). Was ich nur bei der Variante vergessen habe ist die Zugabe von 2 cm für die Bequemlichkeit. Aber als Strandkleid geht das schon… Den Taschenschnitt habe ich von einem Rock verwendet, braucht man aber auch nicht unbedingt, so eine Tasche ist schnell gezeichnet.

Bei dieser Variante habe ich oben im Übrigen einen Tunnel genäht für einen 4 cm breiten Gummi, den ich eingezogen habe. Und das finde ich superbequem! Nicht so fuzzelig wie bei einem schmalen Gummi…
Den Stoff habe ich im Übrigen geschenkt bekommen. Und das auslaufende Muster ist ja so super! Solche Stoffe gibt es meines Erachtens viel zu selten zu kaufen! Und er hat eine Wabenform und ist dadurch sehr luftig und auch schnell trocken, wenn die Badeklamotten drunter noch nass waren.
Ja, ich hätte noch länger baden gehen können 😉 Vielleicht geht das Kleid auch fürs Schwimmbad?!
Liebe Grüße,
Marina

Ihr Lieben!

Heute habe ich ein kleines Tutorial für euch! Ein Tutorial, wie ihr eine Kordel selber machen könnt. Für was ich eine Kordel brauche, soviel sei verraten, dass seht ihr morgen! Und nachdem einige Nachfragen auf Instagram kamen, wie denn so eine Kordel-DIY funktioniert, kommt hier die Anleitung!

Auf gehts:

Ich habe hier unterschiedliche Wolle verwendet, dass ihr das besser seht. Ihr könnt natürlich Farben mischen oder nicht, wie ihr wollt!

Ihr nehmt ein Stück Karton und schneidet dies entweder rund oder eckig aus und schneidet diesen 8x ein. In der Mitte noch ein größeres Loch machen.

Dann kann es zum Beispiel auch ein Armband werden… Ich hoffe, ihr habt mein Tutorial verstanden! Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Viele liebe Grüße,

Marina

Link: MMI, Meertje

Und heute habe ich wieder Besuch! Die liebe Kerstin von sternbien habt ihr ja am Dienstag etwas kennenlernen dürfen. Heute zeigt sie uns, was sie aus einem meiner Stöffchen gezaubert hat! Und schon wieder ein Tutorial… Mädels, ihr seid der Wahnsinn!

Achja, das hier war mein „Werk“ aus dem Stoff:

Und jetzt: Vorhang auf für Kerstin!

Immer wieder hüpften die Posts von metterlink auf meinen Bildschirm und riefen Begeisterung und Entzückung in mir aus. Doch das machen hier sehr viele. All die vielen Varianten von bombastischen Schnitten und feinen Stöffchen. Danke an dieser Stelle an Euch alle!
Doch so richtigen Kontakt habe ich erst seit dem sagenhaften Stofftausch von Prülla. Marina von metterlink war zum Glück auch dabei und so schoben wir unsere Stoffe quer durch Deutschland. Riesigen Spaß hatte ich dabei.
Vor geraumer Zeit kam dann die Anfrage zum Gastbloggen und seitdem bin ich ganz aus dem Häusle und freue mich und es ist mir eine große Ehre etwas beisteuern zu dürfen.
Eine geniale Idee hatte Marina, denn wir Gastblogger durften uns Stoffe, die sie schon vernähte aussuchen.
Einen wunderschönen weiß-graumellierten Jersey zog ich aus dem Briefkasten und es war sogar richtig viel Stoff!
Schon länger weist mein Kleiderschrank ein klaffendes Loch bei den Basicshirts und ein Lieblingskaufshirt wollte ich schon längst mal als Schnittquelle verwenden.
Das Kaufshirt eignet sich sehr dafür, da es keine Ärmel zum Einpassen hat und keine Armkugel, sondern einfach nur aus einem Vorderteil und einem Rückteil besteht.
Ich verwende Plastiktüten oder Folien, die ich so gesammelt habe, aber auch Müllsäcke eignen sich super.

Dazu nehmt Ihr Euer Lieblingsshirt. Bestenfalls könnt Ihr es an den Nähten auftrennen, bei mir geht es nicht, da ich das Kaufshirt noch tragen möchte. Solltet Ihr, wie in meinem Falle das Shirt noch tragen wollen, dann einfach auf links drehen und sehr ordentlich die Nähte aufeinander legen und das Shirt in der Mitte falten.

Das Shirt auf die Folie legen und mit einem wasserfesten Stift nachzeichnen. Vorsicht, nicht das Shirt anmalen und trotzdem sehr genau abzeichnen!

Gleich die Schnittteile beschriften. Da der Halsausschnitt vorne weiter unten ist wie am Rückenteil, einfach das Shirt unter die Folie legen und den tieferen Ausschnitt abpausen.
Wie Ihr seht muss man natürlich die Bündchen ignorieren, denn sonst gibt es einen kleineren Ausschnitt.

Die Schnittteile auf der Folie ausschneiden und dann auf den gewünschten Stoff übertragen wie gewohnt.

Ich bin super zufrieden, habe nun mein absolutes Lieblingsshirt als sehr gut funktionierendes Schnittmuster und kann nach Belieben sämtliche Stoffe verwenden und etliche heisse Tage in meinen Lieblingsshirts verbringen 🙂
An der Rumpflänge werde ich vielleicht nächstes Mal etwas abnehmen und teilweise je nach Stoff und Elastizität die Nahtzugabe weglassen. Bei diesem sportlichen Basicshirt finde ich die Bündchen richtig sauber und toll und wollte da nicht noch ran mit Ziernähten und Piepapo…..
Bei „schlabberigen“ Stoffen wie Viskose werde ich dann mal einen etwas größeren Halsausschnitt verwenden.
Da es schon Kommentare gab, dass ich nun keine Haarschleuderfotos mehr liefern kann bei der Haarkürze: hier der Beweis! Es geht doch! 😉 Und da Blockstreifen echt toll sind, gleich mal meine gelungene Seitennaht und an den Bündchen auch ein kleines Extra, außen grau und innen weiß.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Euch helfen konnte, aus Euren Lieblingskaufshirts eigene kostenlose Schnittmuster zu basteln. Zumindest sollte es Lust machen, auch mal was zu experimentieren.
Ganz großen Dank an Marina von diesem schönen Blog metterlink ich wünsche Dir eine große und überwältigende und unvergesslich schöne Hochzeit. Mögen viele liebe Menschen Deinen und Euren Tag begleiten. Natürlich freuen wir uns alle, wenn Du bald bunte Kinderstoffe zu süßen kleinen Strampler vernähen wirst…….
Bis bald und die besten Wünsche gehen an Dich und Deinen zukünftigen Mann.

Sternbien Kerstin aus dem wilden Süden

Liebe Kerstin, herzlichen Dank für dieses tolle Tutorial! Das mit der durchsichtigen Folie ist ja genial! Und natürlich auch ganz lieben Dank für deine Wünsche… Also an alle, ran an euren Kleiderschrank und Schnittmuster abnehmen 🙂

Liebe Grüße,

Marina

Link: RUMS
P.S.:Und solltet ihr nochmal nachlesen wollen, was es mit dem ganzen Gastbloggen eigentlich auf sich hat, dann dürft ihr das gerne hier tun!

Und den Auftakt macht Danie von Prülla! Lieben Dank für deinen Besuch und das tolle Interview mit dir von Dienstag! Sie hat ja von mir einen Stoff erhalten und sogar einen, den ich bereits zweimal verwendet habe! Hier seht ihr meine Frau Julie

und meinen 5-Minuten-Rock:

Und jetzt seht ihr, was Danie daraus gezaubert hat…

Mein erster Gastpost… hui… ich bin ein bißchen aufgeregt.

Mein Name ist Danie und ich blogge unter dem Namen Prülla. Da Marina einige großartige Tage und Wochen vor sich hat, fragte sie, ob ich nicht Lust hätte bei ihr einen Gastpost für diese Zeit zu schreiben. Ich habe spontan zu gesagt und mich gefreut dabei zu sein.
Dann ging aber irgendwann die Grübelei los, was ich denn posten soll. Schließlich sollt ihr auch etwas davon haben…

Und weil einige meiner Leser gefragt haben, wie ich die Ärmel zu diesem Shirt gemacht habe, gibt’s hier ein kleines Tutorial…

Auf geht’s:
…verlängere den Armzuschnitt auf einem Blatt Papier. Die gestrichelte Linie ist die tatsächliche Verlängerung, ich bin zur Hand hin etwas weiter geworden….
…runde die Ecken ab…
…und schneide die Vorlage zweimal aus dem Oberstoff und zweimal aus dem Innenstoff aus…
…schneide zwei dünne Jerseystreifen von etwa 8-10cm Länge zu..
…Innen- und Aussenstoff legst du rechts auf rechts aufeinander. An der kurzen Seite zur Rundung legst du zwischen die Stoffe den Jerseystreifen als Ring nach innen…
…einmal drumrum nähen. Den oberen Teil des Bündchens offen lassen….
…wenden…
…und darauf achten, dass ihr die Schlaufe bei der zweiten Manschette seitenverkehrt beim Einnähen platziert… (Ich habe die Aussenkante noch einmal abgesteppt…)
…die Manschette feststecken. Bei mir habe ich die Manschette zur Ärmelnaht festgesteckt…
…mit der Overlock oder einem elastischen Zickzack annähen…
 …von aussen noch einmal feststeppen…
 …voila…es fehlt nur noch der Knopf…
…hier habe ich recycelt und Knöpfe eines Kaufshirts benutzt. Fertig!
Liebe Marina, ich wünsche euch alles alles Gute, Glück, Gesundheit und Liebe. Genießt eure Zeit und habt viel Spaß miteinander.
Wir sehen uns hier wieder 😉
Fühl‘ dich gedrückt.
himmlisch ist die erde für alle,
die täglich die gegenseitige liebe feiern
und die nicht müde werden,
einander auf blumen zu betten.
Und damit husche ich heute mal von dieser Stelle aus zu RUMS rüber…
Liebe Grüße Danie

Lieben, lieben Danke liebe Danie!!! Nicht nur für deinen tollen Post und dein Tutorial, sondern auch für deine lieben Worte!
Viele Grüße,

Marina

Link: RUMS

P.S.: Und solltet ihr nochmal nachlesen wollen, was es mit dem ganzen Gastbloggen eigentlich auf sich hat, dann dürft ihr das gerne hier tun!

Das Bloggerleben ist kein einfaches… Da verschiebt man extra ein Tutorial, weil man weiß, dass man in den Kurzurlaub fährt und da bestimmt viel schönere Fotos bei Sonnenschein machen kann, und dann bleibt die Sonne aus… Zu einem Bild hats gelangt, am Abend mit Jeansjacke. So hab ich mir das nicht vorgestellt 🙂
Wovon ich eigentlich spreche? Ich habe euch letzte Woche mein Cerise-Bandeau-Top gezeigt und ein Tutorial für die Schnitterstellung eines solchen Tops für diese Woche angekündigt. Anhand einem Lieblings-Sommer-Teil! Also zeige ich euch erstmal das Objekt der Begierde an wunderschönen Südtiroler Weinbergen, die sich wegen des vielen Regens in einem wunderschönen Grün präsentieren:

Schön oder? Und ich habe nicht genascht! Wir sind ja direkt anschließend zum essen gegangen!

Hier das Kleid ohne mich von vorne 🙂

Und ohne mich von hinten.
Die Idee, aus diesem tollen Stoff ein Kleid zu machen, entstand, als ich ihn mir hingehalten habe, um zu sehen, was daraus werden könnte. Macht ihr das auch manchmal? Und am schönsten wäre natürlich ein langes Kleid! Und die Stoffbreite hat mir schon fast perfekt gepasst. Es mussten nur noch ein paar cm an den Seiten weg, in der Taille etwas und an der Hüfte ebenfalls. Aber eigentlich will ich das ziemlich körpernah und schlicht geschnitten.Also habe ich mir ein Maßband geschnappt und folgende Maße auf Papier gebannt:
Solltet ihr eine relativ große Brust haben, würde ich euch empfehlen, die Brustweite vorne zu messen und die „Brustweite“ hinten extra abzumessen. Dann ergibt sich nämlich ein relativ großer Unterschied, denn ihr beim Zuschnitt beachten solltet.

Ergänzen muss man nur noch den Abstand von der Messhöhe der Brustweite bis Taille, das macht die Höhe der beiden Punkte, sowie den Abstand von der Taille zur Hüfte. Und dann natürlich noch die Rocklänge und -weite. Die Rockweite war in diesem Fall relativ einfach: Die komplette Stoffbreite. Zu große Schritte darf ich jetzt aber nicht machen! Die Rocklänge müsst ihr bei euch wieder nachmessen. Vom Messpunkt an der Hüfte, bis dahin, wo der Rock aufhören soll. Dann verbindet ihr die Punkte mit einem Lineal. Ja wirklich!

Kleiner Tipp nebenbei: Selber gemachte Schnittmuster zeichne ich auf dem Papier von Schreibtischunterlagen. Das ist schön groß, gibts ab und an als Werbegeschenk, ist relativ stabil und wenns mal nichts wird, kann man es auch guten Gewissens wegschmeißen.

Dann schneidet ihr das Schnittmuster mit Nahtzugabe aus. Das Kleid ist jetzt aus einem festen Stoff genäht. Dafür habe ich noch die Nahtzugabe von 1cm und die Saumzugabe von 4cm hinzugegeben. Beim Bandeau-Oberteil habe ich die seitliche Natzugabe einfach weggelassen und nur eine Saumzugabe gemacht. Wollt ihr ein Bündchen an das Oberteil machen, lasst ihr die obere Saumzugabe weg und macht nur 1cm Nahtzugabe und ihr braucht noch einen Jerseystreifen, der eure Brustweite x 0,7cm lang ist und doppelt so hoch, wie der Gummi der eingezogen wird, plus 2cm.

Nun legt ihr das Schnittmuster auf euren Stoff am Bruch auf. Bei einem so stark gemusterten Stoff muss man natürlich besonders darauf achten, dass dieser gerade liegt. (Stoffbruch = Stoff wird mit dem Fadenlauf zusammengelegt und das Schnittmuster mit der geraden Seite am „Bruch“ aufgelegt) Dann wird das Schnitteil zweimal zugeschnitten, bei großer Oberweite bitte einmal das vordere Schnitteil und einmal das hintere Schnitteil. Solltet ihr nur ein Oberteil machen wollen, messt vorher aus, wie lang das Top in etwa werden soll und knickt euer Schnittmuster bei der gewünschten Länge ab und schneidet nur dies zu.
Dann näht ihr die beiden Schnitteile zusammen. Zuerst die beiden Seitennähte, anschließend näht ihr das Bündchen oben an. Oder bei diesem Kleid habe ich die Saumzugabe nach innen gebügelt und innen ein Gummiband angenäht. Beim Bandeau-Oberteil habe ich ein Jersey-Bündchen angebracht.
Dann müsst ihr nur noch den Saum nähen und schon ist euer Oberteil oder Maxi-Kleid fertig!
metterlink näht: Tutorial Bandeau Kleid/ Maxi Kleid

Und, versteht ihr meine Erklärungen? Und gefällt euch das Ergebnis überhaupt? Aus den Stoffresten habe ich übrigens mal wieder „Schmuck“ gemacht. Wer weiß was?

Ich hoffe, dass das warme Wetter nochmal wieder kommt! Also, ich schicke euch ganz viele Sonnenstrahlen!

Viele Grüße,

Marina

Stoff: Reststück von Buttinette
P.S.: Wenn ihr nach meinem Tutorial näht, würde ich mich sehr über eure Verlinkung freuen und gerne auch euren Post in den Kommentaren verlinken!
Es gibt manche Dinge, die traue ich mich (noch?) nicht nähen. Dazu zählt eindeutig eine Jeanshose. Und bis vor kurzem war ich mir auch noch sicher, dass man das ja sicher so gar nie hinbekommt. Allein die ganzen Ziernähte! Solche Maschinen hat man als Hobbynäherin ja gar nicht! Aber es gibt doch ein paar Bloggerinnen, die sich daran versucht haben und das Ergebnis ist wunderbar geworden.

Aber wie gesagt, daran traue ich mich noch nicht. Da aber meine Lieblingsjeans langsam ein wenig fadenscheinig wird, habe ich mir Gedanken über eine neue Lieblingsjeans gemacht. Also mal nach und nach auch wieder die anderen Hosen aus dem Schrank gezerrt und Probe getragen. Dabei sind mir dann die Mängel wieder aufgefallen, die sie als Lieblingsjeans disqualifizieren.

Da wäre Nr.1:

Diese Jeans habe ich mir 2012 in New York gekauft und dort auch viel getragen, da ich sonst nur noch eine weitere Jeans dabeihatte und 13 Tage ganz schön lang sind (Der Platz im Koffer musste schließlich gut geplant sein) 🙂

Hier auch das Beweisbild vom Times Square. Also eine Hose, mit der ich durchaus Erinnerungen verbinde und damit prädisteniert dafür, eine Lieblingsjeans zu sein. Fast. Das Bein der Hose ist mir zu weit ausgestellt.

Man könnte sagen, das stimmt ja gar nicht, aber gegen persönliches Empfinden helfen keine Argumente. Also der Plan:
Dafür habe ich mir eine gut sitzende Pünktchenjeans geschnappt, die Pünktchen hat und deshalb keine Lieblingsjeans sein kann, da sie nicht zu allem passt, und Hosenbein auf Hosenbein gelegt. Und zwar die Innenseiten genau aufeinander. Ihr seht den Unterschied?

Diese Linie habe ich mir mit Schneiderkreide markiert, alles links der Markierung weggeschnitten mit 1cm Nahtzugabe. Entlang meiner Markierung mit Geradstich genäht und den Rand noch mit einem Overlock-Stich genäht. Fertig:

metterlink Hosenbein enger nähen
Ha, was eine Veränderung! Ich weiß, man siehts auf den Bildern kaum, aber ich kanns spüren!!!
Damit kommen wir auch schon zu Nr. 2:
Zu dieser Hose verbindet mich trotz des optischen Anscheins keine so tolle Geschichte wie mit Nr. 1. Aber mit einer gewissen Klamottengröße werden bestimmte Dinge kaum bis gar nicht mehr angeboten. Dazu zählen auch diese Art von Hosen:
Und obwohl ich wusste, dass sie mir zu lang ist, wurde sie gekauft. Ich kann sie ja schließlich kürzen! Das war im März. Ja, inzwischen wurde die Hose getragen und das was zu lang war einfach hochgestulpt. Das hat mich irgendwann so genervt, dass sie tatsächlich im Schrank liegenblieb. Dabei ist es doch so einfach! Darum jetzt:
Ihr stülpt einfach euer Hosenbein so weit hoch, bis die Hose von der Länge passt. Messt das Umgestülpte, teilt es durch 2. Nun verringert ihr das Umgestülpte, bis ihr euren berechneten Wert messt. Da messt ihr den Saum aber nicht mit! Das rundrum feststecken und dann unterhalb vom Saum mit Geradstich nähen, siehe Bild:
metterlink Hose kürzen

Das zuviel an Stoff rechts der Naht abschneiden, versäubern mit Overlock-Stich, eventuell den Saum noch umbügeln und fertig ist eure kürzere Hose:

Sieht man ihr nicht an, oder?

Die Hose war beleidigt, dass ich nicht mit ihr auch in New York war. Also gabs blaue High-Heels fürs Foto und schon war alles wieder gut.

So, jetzt bin ich gespannt, welche Hose nun mein Favorit wird… Und wann ich dann tatsächlich mal eine Hose selbernähe…. Momentan wäre da nämlich keine Zeit dafür. Aber in Kürze mehr davon 🙂

Viele liebe Grüße,

Marina

Meine Mama hat sich jetzt schon zweimal über mein Hobby freuen können! Ich habe nämlich zweimal zu klein genäht! Also es ist nicht nach der Wäsche eingegangen, sondern schon während des Zusammennähens! Der Schnitt unten ist nämlich mein selbergemachter T-Shirt-Schnitt (Bereits hier, hier und hier verwendet). Bisher hat er auch immer gepasst, aber bei dem Stoff war wohl nicht genügend Stretch enthalten. Und die Nahtzugabe habe ich wohl auch völlig vergessen zu berücksichtigen. Da ich üblicherweise erst anprobiere, wenn mein Kleidungsstück fertig ist, stand ich also mit einem zu kleinem T-Shirt da. Aber vielleicht passt es ja meiner Mama? Und tatsächlich! Dann darf ich euch meine Mama vorstellen:
So kommt ihr auch mal in den Genuss eines etwas anderem Fotohintergrund, weil jetzt konnte ja ich fotografieren 🙂
Letztens habe ich schon erwähnt, dass ich ein falsches Bündchen genäht habe. Und da das wohl nicht jedem etwas sagt, hier eine kurze Erläuterung:
Hier seht ihr die fertige Naht:

Dafür müsst ihr an den Ärmeln, am Saum oder am Ausschnitt den

Verstanden? Das Blaue ist die Naht. Im letzten Schritt müsst ihr nur den Stoff umklappen und eventuell darüber bügeln. Hier dann das Ergebnis:

Ich mag das falsche Bündchen gerne, weil ich nicht noch einen weiteren Streifen Stoff schneiden und annähen muss. Natürlich sollte an diesen Stellen etwas mehr Nahtzugabe vorhanden sein.
Bei diesem Shirt wollte ich mal einen runden Saum versuchen, weil mir das bei meinen T-Shirts immer gut gefällt. Tja, jetzt muss es mir halt am T-Shirt meiner Mama gut gefallen 😀

Als ich bemerkt habe, dass mir das Shirt zu klein sein wird, war ich ja schon ganz schön stinkig. Da steckt man stundenlange Arbeit ins Nähen und freut sich ja dann auch darauf, dass man es anziehen kann und dann wars für die Katz. Aber das es meiner Mama passt ist dann natürlich noch die beste Lösung!

Das zweite zu kleine Kleidungsstück zeige ich euch demnächst!

Habt ihr schon mal etwas genäht, was ihr dann nicht tragen konntet, weil es nicht gepasst hat? Was habt ihr damit gemacht?

So, ich wünsche euch einen wunderschönen 8. Juli! Ist übrigens mein Lieblingstag im Jahr 😉 Deshalb werde ich euch wohl auch heute nicht antworten können…. Morgen dann wieder!

Liebe Grüße,

Marina

Stoff: Buttinette
Schnitt: selber erstellt

Kennt ihr das? Ihr sollt beim nähen die Naht umbügeln, ein Bügelvlies anbringen oder der Stoff wirft vor dem Nähen schon Falten? Ich schon… Zur Genüge! Und ich bin ehrlich: Ich bin zu faul, jedes Mal mein Bügelbrett hinten aus dem Eck zu holen, aufzubauen und danach wieder zu verräumen, weil man sich sonst kaum mehr rühren kann.

Letztens gings mir wieder so: Ich hatte am Wochenende bei meinem T-Shirt schon aufgehört, weil jetzt das bügeln dran gewesen wäre. Vorgestern wollte ich es dann fertig machen und musste dann wohl oder über die Vlies-Einlage aufbügeln. Dann hatte ich spontan einen Einfall! Ich hatte mir doch letztens eine Vlieseinlage, gedacht für Topflappen, gekauft. Das müsste doch auch fürs Bügeleisen funktionieren?

Weil es euch vielleicht genauso geht, habe ich mal die Nähschritte ein wenig zusammengeschrieben.

Ihr braucht:

– 2 Baumwollstoffe (oder einen) in gewünschter Größe
– Vlies-Einlage (ich habe Vlieseline 272 Thermolam verwendet)
– Schere und Nähmaschine

So gehts:

– 3 gleich große Rechtecke aus den Baumwollstoffen und dem Vlies zuschneiden
– Baumwollstoffe rechts auf rechts legen, Vlies wie auf dem Bild, auf die linke Seite von einem Baumwollstoff (natürlich Ecke an Ecke, das liegt nur fürs Bild so ;))

– rundherum mit 1cm abnähen, Wendeöffnung an einer beliebigen Seite lassen
– Die Bügelunterlage wenden und… bügeln! Anschließen rundherum knapp neben dem Rand absteppen, damit schließt ihr auch die Wendeöffnung!

Fertig! Und jetzt viel Spaß (?!) beim bügeln!

Kleiner Hinweis von mir: Sollte euch die Einlage zu dünn vorkommen, könnt ihr das Vlies natürlich auch mehrlagig verwenden. Für mich genügt es so, da mein Nähtisch noch eine Glasplatte hat. Auf empfindlichen Oberflächen ist mehr vielleicht doch besser (ihr könnt es natürlich direkt auf eurer Vlieseinlage testen, ob der Untergrund recht warm wird. Also einfach Bügeleisen an, auf das Vlies damit und danach den Untergrund mit der Hand vorsichtig testen). Doch beim nähen auf jeden Fall darauf achten, dass sich nichts verschiebt, anonsten habt ihr nachher beim bügeln Falten!

Und da die Bügelunterlage nur für mich ist (okay, jetzt auch ein bisschen für euch :)), schicke ich sie noch zu RUMS!

Viele Grüße,

Marina