Bodies selbst genäht

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Den perfekten Body-Schnitt für Babies, gibt es den?

Diese Frage kann man nur mit nein beantworten und das liegt allein an den Unterschieden jedes Kindes. Den so wie wir Erwachsenen unterschiedliche Proportionen haben, so haben es die Babies in gewisser Art und Weise ja auch schon.

metterlink: Bodies nach dem Basic-Body-Schnitt aus dem Buch Einfach schnittig selbstgenäht

Der Mini-Metterlink hat beispielsweise relativ lange Arme, dafür nicht so viel Babyspeck. Die Bodies werden also als erstes immer an den Armen zu kurz, während sie teilweise am Oberkörper noch recht locker sitzen.

metterlink: Bodies nach dem Basic-Body-Schnitt aus dem Buch Einfach schnittig selbstgenäht

Bisher hatte ich ja immer das kostenlose E-Book von Schnabelina, den Regenbogenbody, genäht. Mit diesem war ich auch sehr zufrieden aber dennoch wollte ich mal etwas anderes nähen. Vor kurzem habe ich mir das Buch „Einfach Schnittig„(das noch so viel mehr tolle Schnitte enthält!) gekauft und fand gerade die Passe daran so toll! Nun wächst der Mini-Metterlink und wächst und so gab es die perfekte Möglichkeit gleich mehrere auf einmal zu nähen.

metterlink: Bodies nach dem Basic-Body-Schnitt aus dem Buch Einfach schnittig selbstgenäht

Und wie passt der Schnitt dem Mini-Metterlink? Ich finde sehr gut. Er ist tatsächlich schmaler geschnitten als der Regenbogenbody und hat längere Arme. Also wie gemacht für den kleinen Mann!

Natürlich ist das total beabsichtigt das die Streifen nicht quer sondern diagonal laufen. Nicht. Schaut zwar im Endeffekt toll aus, aber ich habe eigentlich einen Fehler beim Zuschnitt gemacht da ich nicht bedacht hatte, das die Passe direkt doppelt zugeschnitten wird. Tja, ungewollt und doch toll! Das ist doch das Beste, was einem beim Nähen passieren kann.

Eingefasst habe ich, wie bei den anderen Bodies, mit meinem Doppelfaltschrägbinder an der Coverlock. Da ich keinen passenden Jerseystreifen da hatte, habe ich es auch mal mit Falzgummi versucht, was auch super funktioniert hat!

Ansonsten sind die Bodies wieder super Stoffreste-Vernichter: Der Eisbärstoff ist jetzt weg, der schwarze Stoff ist aufgebraucht und mein schwarz-weißes Streifenshirt, mit dem ich mich nie anfreunden konnte, hat jetzt auch noch eine tolle Verwendung gefunden.

Warum ich mir eigentlich die Arbeit mache und solche Basic-Sachen selber nähe? Weil ich ihm die viel lieber anziehe, wie all die Bodies, die wir sonst so im Schrank haben von seinem Cousin etc. Und oftmals trägt er nur eine Hose und einen langärmligen Body und da finde ich diese sehr viel schöner! Deshalb haben ein paar auch noch einen Plott bekommen. Der coole Skibär ist ein Freebie und die beiden anderen Gestalten sind die Plottvorlage „Freunde für immer„. Und es ist eine super Stoffreste-Vernichtung 😉

metterlink: Bodies nach dem Basic-Body-Schnitt aus dem Buch Einfach schnittig selbstgenäht

Wer im Übrigen noch einen weiteren Fehler, außer meiner Passe, entdeckt, der darf laut hier schreien 😉

Ob ich den Body wieder nähe? Die Passform hat mich tatsächlich überzeugt, jedoch benötigt er ein paar Bearbeitungsschritte mehr wie der Regenbogenbody und damit auch mehr Zeit beim Nähen. Ich lasse es jetzt einfach auf mich zukommen und hoffe, die Größe 74 passt jetzt ein wenig länger, ansonsten wird das mit den Weihnachtsgeschenken hier zeitlich eng!

Liebe Grüße,

Marina

Link: Creadienstag, HoT, SewMini, PlotterLust
Stoffe: Aus dem Stoffschrank
Schnitt: Basic Body aus dem Buch „Einfach schnittig

Anleitung für selbstgemachte Feuchttücher

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In Sachen Kinderpflege hat sich die letzten Jahre ja scheinbar viel geändert. Zuerst denkt man ja an Babypuder, Babyöl und Badezusatz. Tja, all das braucht man im Normalfall gar nicht, so ist die heutige Meinung und Wasser alleine genügt um den Windelpopo und das Baby an sich zu reinigen. Nur wie kommt das Wasser an das Kind, ohne es jedes Mal komplett baden zu müssen? Dafür habe ich Feuchttücher selbstgemacht und möchte euch heute gerne zeigen, was man dafür braucht und wie das funktioniert.

Was braucht man dafür:

  • altes Strandhandtuch, wahlweise auch Frottee-Stoff, wenn ihr es bunter wollt auch Jerseyreste
  • Nähmaschine oder Overlock

Wie geht man vor:

  1. Ihr macht euch eine Schablone für die Form eurer Feuchttücher. Meine Tücher haben die
    Maße 14 x 9,5 cm mit abgerundeten Ecken. Die abgerundeten Ecken sind super, wenn ihr mit der Overlock näht, so müsst ihr nämlich nur einen Faden am Ende vernähen (und nicht an jeder Ecke einen). Dafür habe ich meine Schablone einfach mit einem Zirkel abgerundet.
  2. Mit dieser Schablone schneidet ihr dann die Feuchttücher zu. Wenn ihr gerne eine buntere Variante haben wollt, so könnt ihr auch Jerseyreste zuschneiden, die ihr dann später mit den Feuchttüchern verbindet.
  3. Wenn ihr genügend Tücher zugeschnitten habt, geht es an die Nähmaschine. Ich habe im Übrigen so viele Feuchttücher, wie ich aus dem alten Strandhandtuch herausbekommen habe und bisher hatten wir noch keinen Engpass.
  4. Ihr müsst den Frottee-Stoff versäubern. Wenn ihr habt, nehmt ihr also am besten eure Overlock und rattert einmal um jedes Tuch rum. Für die bunte Variante mit Jerseyresten müsst ihr diese dann natürlich mit eurem Frottee-Tuch zusammenlegen und dann vernähen. Wenn ihr keine Overlock habt, nehmt ihr einfach einen Overlock-Stich eurer Nähmaschine zum versäubern.
  5. Wenn ihr alle Tücher fertig gesäumt habt, müsst ihr nun noch die Fadenraupen der Overlocknaht vernähen. Dafür nehme ich mir eine etwas größere Nadel und ziehe die Fadenraupe in die Naht.
  6. Fertig! Ja, man fühlt sich wie am Fließband, man muss diese Arbeit jedoch nur einmal machen und hat nun wunderbar nachhaltige, im Zweifelsfall auch schöne, Feuchttücher.


Zur Anwendung:

Ich habe für unsere Feuchttücher zwei Skip-Hop-Boxen gekauft, eine für unterwegs, eine für den Wickeltisch. Hier lege ich so viele trockene Feuchttücher auf einem Stapel ein, wie von der Höhe her reinpassen und übergieße diese anschließend mit abgekochtem (dann natürlich abgekühltem) Wasser. Hier habe ich immer ein kleines Fläschchen am Wickeltisch stehen, sollten die Feuchttücher einmal während dem Wickeln aus sein. Für unterwegs habe ich die Feuchttücher auch im trockenen Zustand dabei und mache diese erst naß, wenn ich sie auch benötige. So muss ich kein Biotop in der Wickeltasche fürchten und hier geht natürlich auch mal frisches Wasser, das nicht abgekocht wurde. Da müssen die Feuchttücher nur sehr schnell verbraucht werden, oder einfach wieder mit in die nächste Wäsche. Es gibt aber nach persönlichem Empfinden auch die Möglichkeit, die Feuchttücher mit zum Beispiel etwas Kokosöl oder Lavendelöl anzureichern. Dieses soll auch antibakteriell wirken, wir haben es aber bisher nicht benötigt.

Gebrauchte Feuchttücher waschen wir mit unseren Stoffwindeln. Aber auch wenn ihr normale Windeln verwendet, könnt ihr eure selbstgemachten Feuchttücher nutzen. Hier empfehle ich euch die gebrauchten Feuchttücher in ein Wäschenetz zu tun und diese mit eurer 60 Grad- Wäsche zweimal in der Woche mitzuwaschen. Zum trocknen hängt ihr diese einfach an die Leine oder eine Mini-Wäschespinne oder einfach mit in den Trockner. Beim Waschmittel würde ich persönlich auf Weichspüler etc. verzichten, da ihr damit ja den Baby-Popo saubermacht und so wenig Duftstoffe und Giftstoffe mit der Babyhaut in Berührung kommen sollten, wie möglich. Das bleibt aber natürlich jedem selber überlassen.

 

Und wenn ich nicht selbernähe?

Es gibt ja, wie bei allem, eine Kaufvariante, für die, die so etwas nicht Selbermachen können oder auch wollen, was ich durchaus auch nachvollziehen kann. Ihr findet dazu natürlich etwas bei Amazon, aber auch bei zum Beispiel Fratzhosen.

Erfahrungen:

Nun wickeln wir den Mini-Metterlink schon eine ganze Zeit lang und auch mit der Beikost haben wir inzwischen Erfahrungen gemacht – und meine selbstgemachten Feuchttücher funktionieren wunderbar. Wunden Po kennen wir nicht und ein nennenswerter Mehraufwand ist es für uns ebenfalls nicht.

Heute war also ein etwas praktischere Seite des Nähens Thema, am Donnerstag kommt aber auch endlich wieder was genähtes für mich! Mein Kleiderschrank hat nämlich auch wieder Zuwachs bekommen 🙂

Viele Grüße,

Marina

Link: Creadienstag, HoT, #einab