Der Wind- und Wetter-Parka… In der Nähbloggerszene zwischenzeitlich wohl schon fast ein Klassiker. Und lange hat er mich schon gereizt, doch leider gab es den Schnitt nicht bis zu meiner Größe. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr dann auch meine Jacke Clare genäht. Inzwischen gibt es ja eine Größenerweiterung sowie einen Schwangerschaftseinsatz und Trageeinsatz. Wenn ich den Parka also nicht jetzt nähe, wann dann?

Mit diesem Vorhaben habe ich mich dann auch an den Stoffkauf gemacht. Leider war der erste Jackenstoff tatsächlich ein Reinfall. Kennt ihr diese Regenjacken, die bei jeder Bewegung einen Ton von sich geben? Also so unangenehm rascheln? Genau solch einen Stoff hatte ich zuerst. Nach dem Jacken-Sew-Along von EllePuls habe ich mich für ihren Jacken-Außen-Stoff entschieden, also Seeland Stoff. Dieser hat eine beschichtete Seite, die Innenseite, und eine glatte, ich würde sie als leicht samtig beschreiben, Außenseite. Noch dazu finde ich ihn preislich absolut in Ordnung.

 

Beim Innenstoff fiel meine Wahl auf zwei Komponenten: Einmal Wollfleece und im Ärmel Futterstoff mit Vlieseline. Ich habe mich entschieden, im Ärmel lieber ein dünneres Futter zu verwenden, das auch besser rutscht. Ein klein wenig bereue ich meine Wahl jedoch, denn an den Ärmeln wird es mir zuerst kalt, wohingegen der restliche Mantel wirklich perfekt funktioniert: Es wird nicht zu warm, es wird aber auch nicht kalt. Ich würde hier beim nächsten Mal eventuell auch ein Steppfutter wählen, so wie bei meiner Jacke Clare, die auch wunderbar wärmt.

Die Verarbeitung der gewählten Materialien war einfacher als gedacht, auch nach den Tipps von Elke von EllePuls. So näht man die beschichtete Seite am besten mit Küchenkrepp, dann transportiert es die Maschine ordentlich. Auch die Jeansnadel, die Elke empfahl, habe ich verwendet.
Das Wollfleece fusselt bei der Verarbeitung ziemlich, genau wie die ersten Male, als ich den Mantel getragen habe. Ich habe also die Nähmaschinen anschließend gut gereinigt und empfehle, die Kanten des Wollfleece vorher zu versäubern, am schnellsten ist dies natürlich mit der Overlock gemacht und bei den ersten Malen tragen nichts Schwarzes darunter zu tragen oder die Fusselbürste bei der Hand zu haben.

Das Nähen des Mantels selber war einfacher als erwartet. Aber bei welchem Kleidungsstück ist das nicht der Fall? Am Ende sind es viele Nähte, die ein Ganzes ergeben. Beim Zuschnitt unterlief mir jedoch der erste Fehler: Ich wollte die Ärmel verlängern, gibt es schließlich nichts Schlimmeres als zu kurze Ärmel am Wintermantel. Aber wo habe ich die Schere angesetzt? Natürlich direkt unten am Ärmel, ohne einen Gedanken an die Verlängerung zu verschwenden. Den Schnitt hatte ich natürlich auch so gut ausgelegt, dass ein Verschieben der Schnittteile nicht mehr möglich war. Ich dachte mir also, Augen zu und durch und im Zweifel fällt mir eine andere Lösung ein. Ihr seht die Lösung auf dem rechten Bild unten: Eine angesetzte Armmanschette, denn der Ärmel war zu lang. Und ich bin immer noch am Überlegen, ob ich nicht doch noch innen ein Bündchen ansetze, damit der Wind nicht so leicht reinkommt.

Auch habe ich die Tasche nach dem Tutorial von Fredi von Seemannsgarn verändert. Denn es ist für mich keine richtige Tasche, wenn ich in dieser nicht meine Hand vergraben kann. Also hat die aufgesetzte Tasche noch einen Eingriff bekommen.

Fredi hat im Übrigen auch den wunderbaren Sew-Along zum Wind- und Wetter-Parka veranstaltet, der jeden beim Nähen wunderbar an die Hand nimmt. Tatsächlich habe ich aber nur bei der Tasche bei ihr reingelinst 🙂

Achtet bitte beim nächsten Bild nicht auf meine Haare, der Wind kam grundsätzlich aus der falschen Richtung an diesem Tag… Aber da es den Parka in der Vorderansicht zeigt, will ich es euch nicht vorenthalten…

Beim Beleg habe ich mir im Übrigen auch die Knöpfe gespart, da ich es so schlicht schöner finde und der Beleg auch ohne Knöpfe wunderbar hält. Die anderen Knöpfe sind aus meinem Prym Vario Plus-Koffer, die für den Anorak. Passt also perfekt, sie wurden für einen Anorak verwendet.

Solltet ihr jetzt noch den Schwangerschaftseinsatz vermissen: Noch passt mir die Jacke so. Und die Kordelstopper fehlen nicht ohne Grund: Am Anfang war es die schnellste Lösung, weil ich die Jacke gleich anziehen wollte. Inzwischen gefällt es mir so aber sehr gut. Eine Lösung mit Kordelstopper überlege ich mir dann, wenn der Schwangerschaftseinsatz oder Trageeinsatz zum Einsatz kommt. Die liegen aber momentan nur zugeschnitten hier, genäht werden die wohl erst bei Bedarf…

Beim Absteppen hatte ich im Übrigen darauf geachtet, dass das Wollfleece auf der Außenseite immer ein wenig zu sehen ist. Mir gefällt das sehr gut und es unterbricht auch die komplett schwarze Außenseite. Schwarz ist bei mir im Übrigen die perfekte Farbe, die passt einfach perfekt zum Inhalt meines Kleiderschranks. Und der Parka ist ja auch Teil meiner #mymaternityessentials, wenn ihr euch erinnern könnt.

Hier könnt ihr auch einen Blick auf die Innenseite werfen. Der Aufhänger für die Jacke ist übrigens extra lang geraten. Denn nichts mag ich weniger, wie wenn der Aufhänger zu kurz für die Garderobe ist. Ansonsten könnt ihr vielleicht erahnen, dass das Futter der Ärmel Nadelstreifen hat. Ich wollte eigentlich ein tolles Streifenmuster, fand jedoch bei meiner Recherche nicht den passenden Stoff, so das es doch relativ unscheinbar wurde.

Die Kapuze aus dem Wollfleece ist im Übrigen leicht größer geraten als die Kapuze aus dem Außenstoff. Aber der Wollfleece ist zum einen voluminöser und zum anderen auch dehnbarer, als der Außenstoff. Dafür kann ich den Reißverschluss wunderbar bis ganz oben schließen und es wärmt besser wie ein Schal. Und normalerweise bin ich ein Schaltyp 🙂

Mein Fazit zu meinem Winterparka? Ich liebe ihn! Und ich bin froh, das ich ihn genäht habe und weiß, das ich ihn bis zum Ende meiner Schwangerschaft im Februar wunderbar tragen kann, aber das er anschließend auch bleiben kann. Ich kann mir auch gut vorstellen, für das Frühjahr eine kühlere Variante zu nähen. Seit letzter Woche Mittwoch weiß ich auch, dass der Parka wohl ungewöhnlich leicht für eine Winterjacke ist 🙂

Der Kostenfaktor bei solch einer Jacke ist natürlich nicht von der Hand zu weisen: Die Jackenstoffe, Reißverschluss, Knöpfe, Kordel usw. summieren sich ganz schön. Hätte es meinen Fehlgriff beim Jackenstoff nicht gegeben, wäre es insgesamt natürlich preiswerter gewesen und hätte ich nicht vor, auch noch die Tragejacke und den Schwangerschaftseinsatz zu nähen, würde auch einiges an Material wegfallen. Insgesamt ist die Jacke für mich aber unbezahlbar: Sie erfüllt voll und ganz ihren Zweck und ich kann sie nach meinen Wünschen variieren. Also die gleichen Vorteile wie immer beim Selbernähen 😉

Viele Grüße,

Link: RUMS
Zubehör: Reißverschluss, Knöpfe, Kordel aus dem Bestand

 

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da! Und nach dem letzten Wochenende gibt es doch noch Hoffnung darauf, dass es auch wirklich einen Herbst geben wird und der Sommer nicht direkt in den Winter übergeht. Und für jede Jahreszeit gibt es doch so ein Outfit, in dem man sich einfach zu jeder Gelegenheit gut angezogen fühlt und über die Outfitfrage gar nicht lange nachdenken muss. Fredi vom Blog Seemannsgarn kam deshalb auf die Idee, eine Herbst-Outfit-Blogtour zu machen mit ein paar Mädels der Näh-Connection-Botschafter. Und da bin ich gerne dabei, schließlich habe ich mir über Outfits in letzter Zeit ziemlich viele Gedanken gemacht 🙂

Und das ist es nun: Mein Herbstoutfit! Schon als ich euch die Else black gezeigt habe, hatte ich erwähnt, dass ich sie jeden Tag tragen könnte. Und das stimmt auch! Mit Schal, Jeansjacke und passender Tasche ist mein Outfit auch schon fast fertig. Und die Sonnenbrille ist im Idealfall auch dabei 🙂 Tatsächlich sind Schal, Jeansjacke, Schuhe, Strumpfhose und Sonnenbrille gekauft. Aber zwei elementare Teile sind selbstgenäht, also die Handtasche und mein Kleid. Auf die Tasche muss ich heute genauer eingehen, denn die seht ihr hier zum ersten Mal. Wirklich! Eine ähnliche hatte ich mir vor zwei Jahren genäht, aber nach Dauerbenutzung musste die dringend in Rente gehen. Obwohl das Kunstleder himmlisch war und man diesem die zwei Jahre nicht ansehen konnte. Und nachdem ich einfach wieder solch eine Allrounder-Tasche haben wollte dachte ich mir, warum das Rad neu erfinden? Also wurde es wieder eine Tasche nach dem Schnitt „Sofie“ und auch das grafische Muster blieb erhalten.

Jedoch habe ich die Tasche noch ein wenig für meine Bedürfnisse „verbessert“. Im Original wird der obere Reißverschluss direkt in die Seitenteile eingenäht. Das hatte ich aber bereits bei meiner ersten Tasche nachgebessert und Laschen gemacht, an denen der Reißverschluss ist. So schaut die Tasche in meinen Augen besser aus und hat auch mehr Fassungsvermögen – das ist ja auch nicht ganz unwichtig 🙂

Für die Karabiner habe ich eine andere alte Handtasche von mir ausgeschlachtet. Obwohl die Tasche wirklich hinüber war, ist mir das sehr schwer gefallen, war sie schließlich ein Weihnachtsgeschenk von meinem Mann und lange Zeit mein täglicher Begleiter. So sah sie leider am Ende auch aus und nun begleiten mich wenigstens Teile davon noch täglich.

 

Als Innenstoff durfte auch ein richtiges Schätzchen herhalten. Beim Nähcamp gab es ein Quiz rund um Webware, bei dem ich ein tolles Webwaren-Paket vom Stoffbüro gewonnen habe. Und einer dieser Stoffe wurde nun angeschnitten und für das Innenfutter verwendet.

Der Außenstoff ist euch tatsächlich schon einmal begegnet, mit ihm habe ich schon meine Satelittenschüssel, also meinen Korbstuhl bezogen und es ist schon eine weitere Tasche daraus entstanden.
Das Kunstleder habe ich aus dem Sonntagshasen-Laden in Augsburg und bisher hält es dem Praxistest super stand! Keine Abschürfungen, Kratzer, nichts.

Das war also mein Herbstoutfit. Habt ihr auch eines? Diese Damen haben in jedem Fall auch eines, sie sind bei der Herbst-Blogtour auch dabei. Und meine war nicht die einzige Else 🙂

 
Dienstag – Sewera, Seemannsgarn
Donnerstag – herz-lieb, madebymiri, Näh-Connection, Frölein Tilia, Metterlink, Kreamino, Annamiarl, Firlefanz, Kathis Nähwelt, Min Deern

So, und jetzt hoffe ich das noch einige goldene Oktobertage kommen, momentan bin ich leider meist mit meiner Winterjacke unterwegs…

Viele Grüße,

 

Link: RUMS
Schnitt: Tasche Sofie

Schon wieder ein Kleid heute? Ja, schon wieder ein Kleid. Denn Kleider aus Jersey sind bequem, trotzdem schick und Kleider wie meine Else von vergangener Woche sind einfach Allrounder für jeden Tag. Doch auch für die schickeren Anlässe wollte ich solch ein Kleid haben und hatte mir schon länger mal ein Wickelkleid auf die To-Sew-Liste gesetzt.

Den Stoff habe ich dann auf meiner Shopping-Tour in Würzburg erstanden. Mein Einkauf war ja doch eher schwarz-weiß-lastig (vielleicht erinnern sich noch ein paar an mein Bild auf Instagram ;)) und da passte dieser Stoff natürlich perfekt ins Beuteschema. Und Punkte! Ich wollte mir schon lange ein Kleid mit Punkten nähen.

Schnitt ist im Übrigen das Wickelkleid von Pattydoo. Den Beleg habe ich nur umgenäht, da der Stoff genau so gereicht hat und nichts mehr übrig für ein Bündchen war. So kanns auch mal gehen, ich bin aber ganz zufrieden mit der Lösung. Ohne etwas darunter würde ich es sowieso nicht anziehen. Und ja, mit der Coverlock war das bei der Strecke natürlich auch kein Problem.

Die Kette ist übrigens von meiner Oma, die hat sie als junge Frau getragen.

Und auch hier fände ich eine Strumpfhose in hautfarben schön, aber der Vorrat musste erst wieder aufgestockt werden.

Tatsächlich habe ich das Kleid bereits bei einer Hochzeit getragen, also ein schickeres Kleid mit direktem Einsatz.

Hier auch noch die Rückenansicht für euch. Und nächste Woche gibt es Neuigkeiten für euch. Hier ist gerade vieles in der Planung und Entstehung und ich freue mich schon darauf, euch davon zu erzählen!

Liebe Grüße,

Link: RUMS

Manchmal sind die scheinbar banalsten Dinge die, auf die man am längsten wartet. Oder die man lange vor sich herschiebt? Beim Nähen sind das bei mir Uni-Stoffe. Meist liegen diese Stoffe nämlich am längsten im Stoffschrank, weil man soviel daraus machen kann. Nachdem mich ein grauer Umschlag mit der Einladung zum #elsenherbst aber erreichte, war mir klar es ist Zeit für eine Uni-Else. In schwarz. Scheinbar ganz banal, aber sie fehlte auch elementar. Ein schlichtes, klares Kleid, gut kombinierbar, schick und doch einfach nur bequem. Meine Signature-Style-Else.

Was bei meinen Elsen nicht fehlen darf sind die Taschen (Nach dem Schnitt und Tutorial ebenfalls von Schneidermeistern). Und dieses Mal habe ich auch die perfekte Stelle dafür getroffen! Meine bisherigen Seitennahttaschen waren meist einen Ticken zu weit unten. Nicht so hier!

Das Tolle an solch einem Kleid sind natürlich die Kombinationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Farben, Schmuck und sonstigen Accessoires. Einen Gürtel zur Auflockerung finde ich aber sehr wichtig bei mir und davon könnte es auch gerne noch die ein oder andere Farbe mehr im Schrank geben.

Ich habe im Übrigen eine Else mit schmalem, langen Rockteil, Uboot-Ausschnitt und Dreiviertel-Ärmeln genäht. Diese Variante mag ich am liebsten, wahlweise mit langen Ärmeln wie bei einigen anderen entstandenen Xlsen.

Sollte jemand die schwarze Strumpfhose hier tatsächlich zu viel finden: Meine hautfarbene ging zwei Tage vor den Bildern kaputt, weil ich im Dunkeln an einem Gullideckel umgetrappt bin. Deshalb war mein Knie dann auch etwas sehr lädiert und das hätte man durch alle anderen Varianten auch gesehen. Ich mag die Kombi auch so, aber lieber wäre es mir auch mit einer helleren Strumpfhose gewesen. Aber den Anblick wollte ich euch ersparen 😉

 

Also #black ist eindeutig mein #SignatureStyle, gerade in den kälteren Monaten. Und das Kleid hätte ich jetzt gerne mal sieben, um es jeden Tag tragen zu können. Tatsächlich meine erste Xlse aus Jersey, jedenfalls als Kleid. Und einfach saubequem.

Wie sieht euer #SignatureStyle aus? Habt ihr auch Jahreszeiten-bezogene Lieblingsfarben? Oder Nicht-Farben?

Bis zum 7. Oktober könnt ihr im Übrigen auch noch beim #elsenherbst dabei sein. Meinen Plott, den ich von Monika zugesandt habe, habe ich für diese Else tatsächlich noch nicht verwendet. Der soll gut sichtbar sein und da muss es wohl einfach nochmal eine Else geben!

Viele Grüße,

Schnitt: Xlse
Stoff: Elvis Needle

P.S.: Für die #12lettersofhandmadefashion bin ich diesen Monat leider zu spät dran, dabei wäre das mein Beitrag für den Buchten „K“ wie Kleid gewesen. Aber nichtsdestotrotz möchte ich darauf verlinken, weil Selmin von Tweed&Greet ein Nähevent dazu organisiert. Ich kann leider nicht teilnehmen, aber vielleicht ihr?
Sommer, Sonne, Sonnenschein. Es hat den Anschein als würde das nun hinter uns liegen. Stattdessen ist es schlagartig kalt, naß und bäh. Darum sitze ich heute also hier und trinke meine Tasse Tee während ich den Post zu meinem neuen Rock schreibe.
Tatsächlich wird mich dieser Rock aber nicht nur durch den Sommer sondern auch durch den Herbst, Winter und Frühling begleiten. Er ist nämlich ein lange vermisstes Stück in meinem Kleiderschrank.

Ein schwarzer Bleistiftrock, schlicht, mit Taschen, fehlt mir da nämlich schon länger. Ich hatte ganz zu Beginn mal einen schwarzen Bleistiftrock genäht, der aber nun langsam Gebrauchsspuren hat und noch ohne Taschen war. Und seit ich vor langer Zeit das Schnittmuster Frau Hilda bei Hedinäht gewonnen habe, stand der Plan diesen Rock zu ersetzen.

Es stand der Plan und auch der Stoff war schnell gefunden: Ein schwarzer Sweat, der eine Struktur hat und eben leicht dehnbar ist. Ein so schnelles Projekt muss dann aber eben doch lange überdacht werden vor der Fertigstellung. Und so entstand er tatsächlich diesen Sommer. Im Übrigen das erste Kleidungsstück, das ich auch mit Hilfe meiner Coverlock genäht habe. Diese ist an meinem Geburtstag bei mir eingezogen (Danke, danke, danke ihr lieben Freunde, Familie und den größten Dank an meinen Mann!).

In der kurzen Zeit hat der Rock sich schon als absoluter Liebling bewiesen und hat mich schon zu den unterschiedlichsten Anlässen begleitet. Sowohl schick, als auch leger und wie ihr auf den Bildern sehen könnt, auch im Urlaub.

Ich stehe da in den Weinbergen in Südtirol, während wir auf unsere bestellte Pizza warten und mit diesem Ausblick zu Abend essen. Meinen Fotografen, also meinen Bruder, habe ich übrigens extra dafür kommen lassen. Nicht. Eigentlich sind wir dort jedes Jahr gemeinsam und ich habe die Situation einfach unverschämterweise ausgenutzt 🙂

Und da ich im Urlaub meine Haare nie föhne, mich kaum schminke und auch ansonsten einfach nur das Leben genieße, gibt es hier sehr, sehr natürliche Bilder von mir. Und ja, Wimperntusche habe ich doch drauf, ansonsten meint jeder ich wäre krank…

Meine Lieblings-Sommerschuhe seht ihr im Übrigen auch. Das finde ich gerade richtig schade, das ich die im Herbst nicht mehr tragen kann…

Obwohl ich ja meine Tasse Tee im Moment auch sehr genieße, genau wie die Kuscheldecke, gute Musik und vielleicht sollte ich auch noch eine Kerze anmachen?

Was mir aber noch wirklich fehlt ist eine Übergangsjacke… Vielleicht hätte ich ja doch beim Jacken-Sew-Along bei EllePuls mitmachen sollen?!

Liebe Grüße,

Link: RUMS
Schnitt: Frau Hilda
Stoff: Buttinette
Wenn es um Bikinis geht, habe ich immer das Lied im Ohr, deshalb durfte das hier natürlich nicht fehlen 🙂

Aber jetzt zurück zum Thema: Seit zwei Jahren nun lebe ich ohne Klamottenshopping. Jedenfalls fast. Im Jahr 2016 gab es eine kleine Ausnahme und das war ein Bikini-Kauf. Mir gefielen sowohl die Form, als auch das Stoffmuster und gepasst hat er auch. Und für mich war es relativ abwegig, das ich es mit dem Bikini-Nähen noch einmal versuche.

Vor einem Jahr habe ich das Internet quasi leergesucht nach einem tollen Bikini-Schnittmuster, aber wurde leider nicht wirklich fündig. Mein Versuch dann von einem gekauften Bikini-Höschen den Schnitt abzunehmen und ein ungepolstertes Oberteil zu machen hielt bis zum ersten Wasserkontakt. Da wurde der Bikini so weit, dass ich echte Probleme beim verlassen des Wassers hatte. Bilder habe ich davon keine, aber ich denke man kann es sich vorstellen 🙂 Für mich war also das Thema Bikini nähen durch. Dachte ich. Dann kam Closet Case Files mit dem Bikini bzw. Badeanzug Sophie diesen Sommer ums Eck. Und im Endeffekt ist meine Shopping-Ausnahme diesem Bikini sehr ähnlich…. Und ich war gerade im Urlaub als es Prozente auf den Schnitt gab und mein Bedürfnis nach einem zweiten Lieblings-Bikini war mir sehr bewusst. Ein Bikini-Nähset lag da glaube ich auch noch in meinem Schrank… So schnell war ich schon lange nicht mehr beim Kauf eines Schnittmusters! Aber ich hatte das feste Vorhaben, den Bikini noch in diesem Sommer zu nähen und zu tragen.

Tatsächlich war bei mir dieses Jahr nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und dafür wollte ich meine Sophie dann fertig haben. Beim durchsehen meines Bikini-Nähsets fiel mir dann jedoch auf, dass einiges an Zubehör doch fehlt: Das Laminat, das der Cup für die Stabilität benötigt und das Bikini-Futter. Natürlich kam meine Bestellung erst nach dem Urlaub bei mir an und die Motivation war durch einige Regentage dann auch nicht mehr so vorhanden. Aber ich hatte mir geschworen diesen Sommer mache ich den Bikini! Und jetzt ist er tatsächlich noch fertiggeworden, bereits Seewasser- erprobt und ich bin begeistert!

Der Stoff wurde im Übrigen auch noch einmal umgeschmissen, schließlich musste ich eh bestellen. Es könnte also nochmal einen Bikini bei mir geben, aber der muss nun wohl wirklich bis kommendes Jahr warten.

Zum Schwierigkeitsgrad einen Bikini mit gefütterten Cups zu nähen kann ich nur sagen: Viele Teile, viele kurze Nähte und eine tolle Erklärung, wie man das bei Closet Case Files gewöhnt ist. Aber wer schon einmal eine Tasche genäht hat weiß, das viele Teile nicht entscheidend für den Schwierigkeitsgrad sind. Ich fand es gut machbar!

Auf die Größenwahl möchte ich auch noch kurz eingehen: Beim Bikini kann ja in der Größe zwischen Höschen und Oberteil kombiniert werden. Das habe ich auch tatsächlich gemacht. Mein Höschen ist eine Größe 18 und das Oberteil eine Größe 16. Die Cups-Größe bestimmt man auch durch eine eigene Tabelle im Schnittmuster. Tatsächlich sind die Cups bei mir aber etwas zu groß geworden, deshalb habe ich mich auch zusätzlich für die Bänder zum binden im Nacken entschieden. Hier würde ich beim nächsten Mal wirklich noch einmal genau nachmessen und mich wohl für die kleinere Größe entscheiden. Ansonsten zwickt aber nichts, es engt nichts ein und ich fühle mich wohl darin! Und bei einem Bikini sagt das sehr viel aus wie ich finde.

Das Material habe ich größtenteils bei sewy (Von dort hatte ich auch das Nähset) bekommen, das Laminat war aber trotz zusätzlicher Versandkosten bei wien2002 unschlagbar günstig, so das ich es dort bestellt habe.

Und so ein Glück das ich den Bikini noch genäht habe, bei den wunderschönen Tagen die wir diesen Spätsommer noch hatten!

Als Fotounterlage dient übrigens mein Strandtuch aus Sizilien. Ich liebe es und für den Strand gibt es echt nichts Besseres!

Habt ihr euch auch schon mal an Bademode probiert? Mich würden auch eure Erfahrungen interessieren! Also schreibt sie mir gerne in den Kommentaren!
Liebe Grüße,

Link: RUMS

Ich bin momentan noch im Sommer-Ruhe-Modus und auch die Nähmaschine war in letzter Zeit ziemlich wenig in Betrieb. Aber diese Pause brauche ich momentan, den Abstand, aus Gründen. Und doch entstehen hier immer wieder Sachen, die schon sehr lange im Schnittordner lagen oder auf meiner To-Do-Liste stehen.

So unter anderem auch mein Beitrag zu #12lettersofhandmadefashion. Mein S, das Kleid Selma, ist schon seit Anfang des Monats fertig, die Bilder im Kasten und doch fehlten mir bisher ein wenig die Worte.

Warum? Nein, das Kleid ist nicht schuld daran. Sondern eher der Sommer-Ruhe-Modus.

Das Kleid besticht ja besonders durch seinen Rückenausschnitt, den ich bisher viel zu oft unter einem Jäckchen verstecken musste.

Genäht ist mein Kleid Selma aus weich fließender Baumwolle, die leider sehr knitteranfällig ist und für solch ein um die Mitte bauschiges Kleid fast ein wenig zu fest für mich ist. Ohne Gürtel kann ich Frau Selma leider nicht tragen…

Auch an den Armausschnitten sieht man ein wenig, das der Stoff einfach einen Ticken zu steif ist. Aber trotz allem trägt sich Frau Selma sehr angenehm, auch zu den unterschiedlichsten Anlässen. Also bei mir war es bisher eine Taufe und die Arbeit.

Mit der Gürtelposition variiere ich tatsächlich ein wenig, diese Woche habe ich den Gürtel beispielsweise in der Taille getragen. Auch das schaut gut aus und vor allen Dingen muss ich da weniger zurechtzuppeln, weil auf Beckenhöhe verrutscht ständig etwas.

So sehen meine Haare übrigens aus, wenn sie luftgetrocknet sind. Irgendwo eine Spur von Locken und dann doch wieder glatt. Aber ich bin da eher pragmatisch: Wenn ich Lust habe, bekommen sie einen Fön oder Glätteisen zu sehen, wenn nicht dann nicht. Und bei Sommer- und Badewetter ist das selten der Fall, vor allen Dingen werden sie da eh ständig naß.

Die wunderschöne Wildblumenwiese gab solch einen tollen Rahmen für die Fotos, ich konnte mich fast nicht entscheiden, welches in den Post kommt.

So, das war er also: Mein Beitrag zu #12lettersofhandmadefashion mit dem Kleid Selma. Ich wünsche euch noch ein paar viele wunderschöne Sommertage, das die vielen kurzen Kleidchen auch getragen werden können!

Liebe Grüße,

Schnitt: Frau Selma
Stoff: bei meiner Shoppingtour in Würzburg gekauft
Denn ich habe im Zeitraum des Jeans-Sew-Alongs nicht nur eine Jeans genäht, sondern zwei! Das war mehr oder minder Zufall, denn ich durfte die Skinny Jeans von Sewera mit Probenähen und das war eben genau zur Zeit des Sew-Alongs. Oder doch kein Zufall? Hat doch Rapantinchen bei #12lettersofhandmadefashion diesen Monat der Buchstabe „D“ gezogen. Also perfekt für eine Denim-Hose, oder?

 

Ich bin ja eigentlich ein Ginger-Fangirl durch und durch. Aber das heißt ja nicht, das es nur einen Jeans-Schnitt gibt.

 

Ich habe sehr gerne mitgebetet und bin auch begeistert, was für grandiose Hosen entstanden sind! Auch mit meiner Hose bin ich größtenteils zufrieden. Die Passform ist wunderbar und Carina erklärt das auch super, wie man diese anpassen kann.

Einzig mit dem fehlenden Formbund hadere ich ein wenig. Denn der Bund ist nur ein Rechteck und ich habe mir beim annähen schwer getan. Vielleicht bin ich von der Ginger auch verwöhnt, diese hat am Bund nämlich Knipse und man weiß, wie stark der Bund gedehnt werden muss. So ist mein Bund jetzt leider etwas weit. Bei einer nächsten Version würde ich darauf also noch verstärkt achten.

 

Die Skinny Jeans hat hinten einen sehr hohen Sattel, der aber auch seinen Charme hat. Ich habe hier wieder mit einem SnapPap-Label gearbeitet und auch die Gürtelschlaufen wieder überkreuz angebracht.

 

Die vorderen Taschen sind übrigens etwas anders gestaltet als im Schnitt angegeben. Ich habe die Taschenbeutel nämlich aus Baumwollstoff gemacht. Ich liebe das Innenleben meiner selbstgenähten Jeans so, da wollte ich mich hier nicht lumpen lassen. Die Vordertaschen sind im Übrigen auch ziemlich anders, wie ich es von meinen bisherigen Jeans kenne. Die Tascheneingriffe sind relativ rund gestaltet und klaffen deshalb bei mir auch etwas mehr auf. Aber ihr seht es auf den Bildern, da wurde nichts geschönt: Es fällt nicht weiter auf!

Mein Fazit? Ein Denim-Hosenschnitt, der sehr empfehlenswert ist! Der Bund ist schließlich auch so gestaltet, um die Anpassungen einfacher zu machen. Und das ist ja auch ein guter Grund, oder?

So und ich werde jetzt einmal schauen, wie viele Hosen bis heute fertigwurden beim Jeans-Sew-Along… Schaut ihr mit?

Liebe Grüße,

Link: RUMS
Stoff: Stoff&Stil
P.S.: Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Material und meine Meinung ist aber meine Eigene!

Zu meiner Schulzeit gab es immer so Sprüche wie „Du Turnbeutelvergesser“ oder „Warmduscher“. Meistens waren die tatsächlich nicht mit bösen Hintergedanken gesagt worden. Und Turnbeutel…. War das immer nervig! Neben dem Schulranzen auch noch den Turnbeutel mit rumschleifen. Meistens war dann der Sportunterricht auch noch ganz günstig gelegen, so zwischen der Mathestunde und Chemie. Und klar, Sport war auch an dem Tag, an dem man die meisten Bücher mitnehmen musste. Und die meisten Klassenzimmerwechsel hatte. Da war man ganz froh, wenn man einen der wenigen Spindplätze  mieten konnte. Vor allen Dingen weil der Turnbeutel, die Sporttasche und was auch immer optisch immer ein Hingucker war. Nicht. Mit die diesem Hintergrund, man kann es schon fast Turnbeutel-Trauma nennen, saß ich immer vor den tollen „Turnbeutel“, die es bei „Echt Knorke“ gibt. Selber hatte ich ja schon ein paar für Sew-A-Smile-Bag genäht, hatte also eine Ahnung, was in solch einem Turnbeutel für eine Technik steckt. Und der Onkel Knorke ist ja schon die Luxusausführung eines Turnbeutels!  Da konnte ich mir auch vorstellen, dass ich solch einen Turnbeutel auch trage.

metterlink näht: Onkel Knorke mit Kreuzstich-Herz Plotter Freebie
Nun hatte ich das Vergnügen, das Schnittmuster für euren individuellen Onkel Knorke Probe zu nähen. Wer sich jetzt denkt: Sind doch nur ein paar Vierecke und fertig… Nein! Wie gesagt, da steckt tatsächlich Technik dahinter, dass das Gurtband schön verläuft, der Turnbeutel richtig stabil ist und das er optisch so viel hermacht. Im Endeffekt ist es ja auch kein Turnbeutel mehr sondern schon mehr Rucksack.
metterlink näht: Onkel Knorke mit Kreuzstich-Herz Plotter Freebie
Ich hatte sofort im Kopf, welche Stoffe ich verwende. Das habe ich ja tatsächlich eher selten! Und ich hatte alles schon daheim, musste nichts mehr neu kaufen. Auch das ist, trotz oftmals viel zu großem Lager, bei Taschen auch selten. Aber von meinem Gurtband sind tatsächlich noch 20cm über 😉
metterlink näht: Onkel Knorke mit Kreuzstich-Herz Plotter Freebie
Als mein Onkel Knorke dann allerdings fertig war, fehlte mir noch der letzte Pep. Und seit bald einem Jahr liegt nun diese Datei auf meinem Rechner und ich hatte noch nicht die richtige Verwendung dafür. Und mir gefällt das Ergebnis echt richtig gut! Und wer weiß, vielleicht gibt’s die auch am Ende des Posts als Freebie?
 
Und dann noch die Totenköpfe. Onkel Knorke wird an den kritischsten Stellen noch mit Nieten versehen. Und ich nähe ja auch Jeans, wo man auch immer wieder Nieten braucht. Auf einem meiner Streifzüge durch das Internet bin ich dann über diese Nieten gestolpert und mir gefielen sie hierfür richtig gut! Ein Detail, das man erst auf den zweiten Blick entdeckt.
Nun kann ich euch noch etwas zum Innenstoff erzählen, obwohl ich davon kein Foto habe. Es war kalt, sehr kalt. Es musste also schnell gehen. In jedem Fall ist es ein Baumwollstoff mit goldenem Chevron-Muster auf weiß. Jetzt wisst ihr es 😉

 

Onkel Knorke ist echt ein toller Turnbeutel und jegliches Trauma damit gelöst… Und damit ihr auch direkt was davon habt, außer das Schnittmuster, das ihr jetzt kaufen könnt, bekommt ihr das Kreuzstich-Herz von mir auf Anfrage. So als kleines vorgezogenes Weihnachtsgeschenk 😉

Viel Spaß damit und das Ebook bekommt ihr hier!
Viele Grüße,
 Marina

Link: Plotterliebe, RUMS, HoT

P.S.: Dieser Post stellt meine eigenen Gedanken dar und das ich den Schnitt kostenfrei zum testen bekommen habe, hat darauf keinen Einfluß genommen!